Gest. 1. Aug. 1927 auf einer Automobilfahrt von Leipzig nach Berlin.
Enkel des Krakauer Oberrabbiners, Sohn des Alexander K., aus wohlhabendem Elternhaus
Studium an den Rabbinerschulen in Mattersdorf und Preßburg (Bratislava) und den Univn. Berlin und Mainz. Rabbinatszeugnisse von OR Hirsch/Hamburg, OR Kutna/Eisenstadt und OR Schreiber/Preßburg. 1887 als noch Lediger zum Klausrabbiner an der Wallich-Klaus in Hamburg gewählt, Naturalisation 1889 als Hamburger
Mitglied in der Vereinigung traditionell-gesetzestreuer Rabbiner Deutschlands. Nov./Dez. 1894 bis um 1898/99 Rb. in Obornik (Oborniki), Posen
widmete sich dann erneut seiner akademischen Bildung, hielt sich zeitweise in Berlin auf, 1900 Promotion in Bern, 1901 Bewerber in Schwedt, Brandenburg. Gab später das Rb.-Amt auf und wurde erfolgreicher Immobilien- und Hypothekenmakler. Gründete zusammen mit dem Schriftsteller Arthur Kahn die „Esras Sekenim“, eine jüdische Altenfürsorge, war in Berlin Mitbegründer mehrerer Gotteshäuser
seit 1902 Mitglied der Gemeinde Adass Jisroel.
Dissertation
Der Erstgeborene nach mosaisch-talmudischem Recht. 1. Theil, Diss. Bern 1901 (Frankfurt/M.; rez. in AZJ 02.05.1902 [Jg. 66, Nr. 18]).
Dokumente
UA Bern, Promotionsakte
CJA Berlin, 1, Ob 7 Nr. 1, fol. 192, 216, 221, 224
Ebd. 1, 75 A Schwe 2 Nr. 29 (unfoliert)
StA Hambg., Jüd. Gem. 553 fol. 22f., Bewerbung an der Levin Salomonschen Klaus in Hamburg (1899).