Sohn des Elsässer Kultusbeamten Geoffroy K. und seiner Ehefrau Caroline, geb. Meyer, Bruder von Rb. Carl (Charles) und Lazare K.
Elementarschule in Frauenberg a. d. Mosel, Lothringen, Rabbinerseminar Colmar, 1891/92 RS Berlin
verließ das RS vor dem Examen, 1892 Promotion an der Univ. Straßburg. 1894 zunächst Rb. in Durmenach, im selben Jahr als Nachfolger von Michel Wimphen Rb. in Marmoutier (Maursmünster), Unterelsaß
März 1898 Rb. in Wissembourg, 1900 Bewerber in Metz. Frankophil
kritisierte anläßlich der Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen der Schlacht von Wissembourg 1909 öffentlich die Besetzung des Elsaß. Mitunterzeichner der „Richtlinien zu einem Programm für das liberale Judentum“ 1912. 1927 mit dem Titel « Officier d’académie » geehrt (ehem. franz. Orden, 1808-1955 für herausragende Leistungen im höheren Schuldienst verliehen). Verheiratet mit Louise Rébecca Cromback.
Dissertation
Die Geschichte Bileams und seiner Weissagungen. Übersetzung und kritische Behandlung des Midrasch Rabba, Num. Par. 20 und Par. 22, 4-6, nebst Anhang und Schluss, Diss. Straßburg 1892 (ebd.), die Anregung zu der Arbeit kam von Dr. S. Landauer in Straßburg.
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 6, fol. 156 (1914 Unterzeichner einer Erklärung über das Schächten).
Literatur
Hildesheimer, RS, S. 66
DBR 2007, S. 414f.; S. 306, Moses Ginsburger und Sylvain Koch schlossen sich als einzige elsässische Rbb. den „Richtlinien zu einem Programm für das Liberale Judentum“ der Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands an