Sohn eines Prager Händlers, Abitur am Piaristen-Gymnasium in Prag, rabbin. Studien beim Prager OR Salomon Rapoport, Rabbinatsassessor S. Lasek, Rabbinatsverweser Efraim Teweles, in Wien bei Rb. Hurwitz und in Halberstadt bei Benjamin Auerbach und den Rabbinatsassessoren Isak Lange und Gerson Josaphat. 1853-1856 Studium und 24. Juli 1857 Promotion an der Phil. Fak. der Univ. Wien. Studium bei Rb. Michael Sachs in Berlin, 1860 JTS Breslau. Rabbinerdiplom von Hildesheimer (Berlin), vom Halberstädter Rabbinatscollegium (Rb. Auerbach) und von Landrb. Dr. Samuel Meyer. Zehn Jahre Direktor der Israelitischen Höheren Bürgerschule in Hamburg
als gebürtiger Österreicher erhielt er am 9. März 1866 das Hamburger Bürgerrecht. 1872-1884 Rb., Strafanstaltsseelsorger, Leiter einer hebräischen Unterrichtsanstalt und Religionslehrer am Kgl. Realgymnasium in Rawitsch (Rawicz), Posen
Mitglied im Verein israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen. 1880 Bewerbung in Höchberg
März 1884 Provinzialrb. in Hanau. Mitglied der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums. Seit 1873 verheiratet mit Recha Fleischhauer (1854-1942/Theresienstadt), die ihm zehn Kinder gebar
die Tochter Rosa heiratete 1902 Rb. Salomon Bamberger (1875-1913), Sohn des Rb. Simon-Simche B.
Schuldirektor in Aschaffenburg, ab 1905 Rb. in Brüssel.
Dissertation
Eine Promotionsschrift liegt nicht vor (erst ab 1872 wurde in Österreich die Abfassung einer Dissertation für die Erlangung der philosophischen Doktorwürde gefordert).
Dokumente
UAWien Ph 22; Phil. Rigorosen Protokoll Ph 59.3
CJA Berlin, 1, 75 A Ra 5 Nr. 11, fol. 73, 115-115v, 133-133v; 134, 221
Ebd. Nr. 88, fol. 1, 7-10v
Ebd. Ho 1 Nr. 1, fol. 33
StA Hamburg, Bestand 741-4 (Fotoarchiv), Sa 1043: Jüd. Gemeinden 210 Bd. 2, fol. 57f.
Epigraphik
Begraben in Hanau; Der jüdische Friedhof in Hanau [Hanauer Geschichtsblätter 42, Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 21], hrsg. vom Hanauer Geschichtsverein 1844 e. V. / der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen unter Mitarb. von Eckhard Meise, André Bouman u. a., Hanau/Wiesbaden 2005, Grabmal mit Foto u. Text, S. 418f., Memorbuchauszug: S. 543.
Literatur
Israelit 09.09.1897 (Jg. 38, Nr. 72), S. 1396
Israelit 22.02.1900 (Jg. 41, Nr. 16/17), S. 319f
Israelit 28.02.1900 (Jg. 41, Nr. 18), S. 345f
Israelit 05.03.1900 (Jg. 41, Nr. 19), S. 371, „Seine Kanzelvorträge, die mehr ein realistisches Gepräge an sich trugen, zeichneten sich durch formschöne Sprache und Gedankenreichtum aus“
Brann, Geschichte JTS, 1904, S.173
John Cohn, Geschichte der jüdischen Gemeinde Rawitsch, Berlin 1915, S. 92
Posner, Rawitsch, 1962, S. III, S. 12f
Arnsberg, Hessen 1, S. 326; über Rb. Korefs Kinder: S. 329f