Geb. 5. April 1885 in Polnisch-Krone (Koronowo), Posen,
Gest. 15. Okt. 1958 in Cleveland, OH/US.
Sohn des Kaufmanns Hermann K. und der Hilda, geb. Ascher
März 1904 Abitur am Kgl. humanistischen Gymnasium in Bromberg (Bydgoszcz), April 1904 bis 1907 Univ. Berlin und HWJ, 1907/08 Univ. Göttingen und Vertreter für Rb. Jakob Sonderling, der seinen Militärdienst ableistete
26. Febr. 1909 Promotionsprüfung in Erlangen, 1911 Rabbinerprüfung an der HWJ. 1912-1917 akademischer Religionslehrer und zweiter Rb. in Düsseldorf
„er widmete neben dem Unterricht seine Kraft dem Jüdischen Jugendverein, dem damaligen Wedellverein“ (Eschelbacher, S. 23). 1917-1939 Rb. in Bielefeld
Mitglied und Präsident der Westfalia-Loge. 1939 Emigration in die USA, bis 1946 Rb. in Jamestown, NY. 1946-1958 Rb. in Cleveland, OH. Verheiratet mit Senta, geb. Wallach
zwei Töchter
die Schwiegereltern Moses und Lina Wallach erhielten noch im Mai 1941 ein Visum für die USA und emigrierten im August 1941.
Dissertation
Lotzes Kausaltheorie und Monismus, Diss. Erlangen 1910 (Lotzes Lehre von der Einheit der Dinge, Leipzig 1910).
„Die Einmaligkeit des Lebens“, JLZ 24.09.1927 (Jg. 7, Nr. 38), S. 1.
Literatur
UOBB, S. 95
Eschelbacher, Synagogengemeinde Düsseldorf, S. 23
Liste Bielefeld, 1972, S. 99
Heuer, Bibliographia 1, S. 216
Lowenthal, Preußen, 1982, S. 124f
Einwohner – Bürger – Entrechtete. Sieben Jahrhunderte jüdisches Leben im Raum Bielefeld. Eine Ausstellung des Stadtarchivs Rohrteichstrasße 19, 9. Oktober bis 9. Dezember 1988 zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms von 1938. Katalog (Bielefelder Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte 6), bearbeitet von Monika Minninger, Anke Stüber und Rita Klussmann, Bielefeld 1988, S. 130f., „K. versuchte in den 30er Jahren eine Dokumentation der jüdischen Weltkriegsgefangenen aus Bielefeld zu erarbeiten und sammelte Fotos, Feldpostkarten und Lebensläufe der Toten“