BHR Biographisches Portal der Rabbiner

LANDAU, Ezechiel, Dr., auch Jecheskel/Jechiel L.

  • Geb. 1888 in Prag,
  • Gest. 20. Aug. 1965 in New York.
  • Nachkomme des Prager Oberrabbiners Ezechiel L. (1713-1793), Schwiegersohn des „Besojner Raws“ (Berlin). Gymnasialbesuch in Prag, Studium am Berliner RS und Promotion in Prag (1917). 1917-1920 stellvertretender Landesrb. von Mähren und Rb. in Prag. Rückkehr nach Berlin, dort bis 1929 Lehrer an den höheren Schulen der Adass-Jisroel-Gemeinde
  • um 1924/25 Leiter der Talmud-Tora, Große Hamburger Str. 27 in Berlin, Lehrvorträge in den Privatsynagogen Mazmiach Jeschua, Lew Jehudo und Ohel David. 1926 Rb. der Berliner Privatsynagoge Beth Zion in der Brunnenstraße 33, 1930 Gemeinderb. an den Synagogen Ryke- und Kaiserstraße, am Kottbusser Ufer und in der Heidereutergasse
  • Seelsorger in den Kranken- und Siechenanstalten, Jugendarbeit. 1934 Emigration nach London, 1940 in die USA
  • Rb. und Prediger in verschiedenen Gemeinden in New York
  • tätig im Emigranten-Hilfsverein “Hebrew Immigrant Aid Society“ und im Vorstand der “Jewish Friends Society“.

Dissertation

  • Die Schrift und das Schriftlesen in der Bibel und im Talmud, Diss. Prag 1917.

Publikationen

  • Zwischen 1917 und 1920 mehrere Beiträge im Jüdischen Volkssturm (Brünn) und der Jüdischen Presse (Wien).

Literatur

  • Handbuch 1924/1925, S. 158, 170
  • Jüd. Jahrbuch 1926, S. 323
  • Israelit 01.07.1926 (Jg. 67, Nr. 27), S. 6, zur Amtseinführung in Berlin
  • Israelit 22.03.1934 (Jg. 75, Nr. 12), S. 10, „Auch als Jugenderzieher war Dr. Landau in allen gut jüdisch gesinnten Kreisen bekannt und sehr geschätzt“
  • Sinasohn, Privatsynagogen, S. 49, 56f., 61
  • Wegweiser, 1987, S. 172
  • Walk, Kurzbiographien, S. 213
  • BBKL, Bd. XIX (2001), S. 865-869
  • Hildesheimer, RS, S. 68
  • Eliav/Hildesheimer, S. 167.