Sohn des Kaufmanns, Gemeindevorstehers und Mitbegründers der örtlichen Feuerwehr, Gerson S.
Schulbesuch in Nördlingen und am St. Stephans-Gymnasiums der Benediktiner in Augsburg, 1898 Abitur, Univ. Berlin und RS
1902 Promotion in Rostock „cum laude“, seine Entlassungsfeier am RS fand am 27. Dez. 1905 statt. Seit März 1905 Distrikt-Rb. und Leiter der Religionsschule in Memel (Klaipeda), Ostpreußen
Ausschußmitglied im Verband der Synagogenvereine Ostpreußens, Vorsitzender im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Memel, Mitglied im Kuratorium des jüdischen Krankenhauses. Schwager von Rb. Isaac Rösel in Tilsit. 1914 floh er mit Frau und zwei Kindern vor den russischen Truppen nach Berlin.
Dissertation
Die Juden der schwäbischen Reichsstädte im Zeitalter König Sigmunds (1410-1437), Diss. Rostock 1902 (Berlin).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 13, fol. 12-13.
Epigraphik
Beerdigt in seinem Geburtsort Harburg; der Grabstein ist nicht mehr vorhanden.
Literatur
Israelit 02.01.1905 (Jg. 46, Nr. 1), S. 10
Israelit 08.03.1905 (Jg. 46, Nr. 20/21), S. 430, 447
JJGL 16 (1913), S. 24
Israelit 29.07.1915 (Jg. 56, Nr. 32), S. 7, „ein begeisterter Patriot, hat er auch während des Krieges innerhalb und außerhalb seiner Gemeinde zur Stärkung der Gemüter viel beigetragen“