Geb. 24. Juli 1897 in Kalisch (Kalisz), verschollen 1942 bei Minsk (?).
Sohn von Julius Jechiel und Fanny S.
1905 Übersiedlung der Familie nach Berlin, Besuch der allgemeinen Höheren Schule und Talmud-Tora-Schule der Gemeinde, 1917 Abitur. Im 1. WK technischer Leiter der Jüdischen Volksküche in Berlin, Versorgung der englischen jüdischen Kriegsgefangenen. 1917-1923 RS und Univ. Berlin
während des Studiums Lehrer an der Talmud-Tora-Schule, tätig in Institutionen der Adass Jisroel, Leiter der Agudas Jisroel-Jugend. 1923/24-1942 Lehrer am jüdischen Reformrealgymnasium „Jawne“ in Köln, 24. Juli 1924 Promotion in Würzburg, 1935 als Nachfolger von Benedikt Wolf Leiter der Kölner Talmud-Tora-Schule und Rb. der Kleingemeinden im Rheinland. 1936-1942 zugleich Nachfolger von David Carlebach als Rb. der Gemeinde Adass Jeschurun in Köln und von Rb. Gibermann als Dajan und Kosher-Kontrolleur ebd. 1942 nach Minsk deportiert mit seiner Frau Hanna, geb. Kohen, und den vier Töchtern.
Dissertation
Qeri-Kethib in Jesaja nach jüdischen Quellen: (Cap. I-XXXIX), Diss. Würzburg 1924 (maschinenschriftlich, 1925).
Dokumente
Yadvashem, drei Gedenkblätter.
Bildmaterialien
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 27.
Literatur
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, S. 169-171
Walk, Kurzbiographien, S. 351
Corbach, Jawne, 1990, S. 259
Hildesheimer, RS, S. 102
Gedenkbuch/Köln, S. 453
Gedenkbuch 2006 %; lt. einem der drei Yadvashem-Gedenkblätter (eingereicht 1957 von „einem Bekannten“) gest. 1939 in Köln