Von Jugend an trad. jüdischer Unterricht beim Vater
1865 zum Erlernen der klassischen Sprachen und weiteren rabbinischen Studien nach Preßburg (Bratislava), 1869 für vier Jahre nach Würzburg, Gymnasialstudien und rabbinischer Unterricht, 1873 Univ. Prag, 1881 Promotion in Leipzig „cum laude“, 1886 Rabbinatsexamen in Prag. 1876- 1881 Religionslehrer, später auch Prediger in Jungbunzlau (Mladá Boleslav), Böhmen. 1882 Rabbinatsvikar in Stuttgart, 1886 zweite Dienstprüfung in Württemberg und Anstellung als Rabbinatsverweser in Stuttgart, 1894-1919 zweiter Stadt- und Bezirksrb. in Stuttgart. Mitglied des Vereins württembergischer Rabbiner und der Stuttgart-Loge
1917 dekoriert mit dem Wilhelmskreuz.
Dissertation
Salomo ben Gabirol als Philosoph und Förderer der Kabbala dargestellt, Diss. Leipzig 1881 (ebd.).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 11, fol. 184
Ebd. 75 D Ta 1 Nr. 1, fol. 75.
Publikationen
Israels Glaubensbekenntnis, 1893
„Die Feuerbestattung“, AZJ 10.08.1894 (Jg. 58, Nr. 32), S. 376-378, und 17.08.1894 (Jg. 58, Nr. 33), S. 392f
Bericht zum 25jährigen Bestehen des Vereins zur Speisung armer durchreisender Israeliten, 1910
„Eine talmudische Studie über Wiederholung des Gebets und Ersatzgebete“, MGWJ 56 (1912), S. 581- 596, 700-715
„Von den Abänderungsmöglichkeiten im rabbinischen Schrifttum“, FS Kroner, 1917. Reden.