Sohn des Kaufmanns Josef und der Sarah, geb. Rosenbaum. Kaiser- Wilhelm-Gymnasium in Köln, 1898 Abitur ebd., ein Jahr auf der Jeschiwa in Halberstadt, ab 1899 RS und Univ. Berlin, 1904 Rabbinatsautorisation, 25. Jan. 1906 Promotion in Halle, 1908 Preußisches Oberlehrerexamen
erhielt 1910 nach Absolvierung von Seminar- und Probejahr die Lehrbefugnis für Geschichte und Deutsch an Gymnasien. 1907-1913 Rb. in Myslowitz (Mysłowice), Oberschlesien
Mitglied im Verband der Rabbiner Oberschlesiens, Beauftragter des Hilfsvereins der deutschen Juden in Myslowitz
Nov. 1913 bis 1921 Rb. in Bad Homburg
im WK nahezu drei Jahre Feldrabbiner in Grodno, bei der 12. Armee (1916/ 17) und der Etappe der 10. Armee (1918). 1921-1938 Rb. in Lübeck, Leiter der 1934 gegr. jüdischen Volksschule
amtierte nach der Emigration Arthur Bernhard Posners 1933 auch in Kiel
ab 1936 zugleich Landesrb. von Mecklenburg. Teilnehmer an der Hamburger Erziehungskonferenz im Dez. 1924
Vorsitzender des Ortskommissariats des Keren Hatora, Mitglied der Kultus-, Schul- und Lebensmittelkommission der Jüd. Gemeinde Lübeck, Kontaktperson für Lern- und Lehrkurse des Ortskommissariats des Keren Hatora und der Ortsgruppe des Hilfsvereins der dt. Juden, Mitglied im Verbandsausschuß des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins, Mitglied der Esra-Loge Lübeck. Seit April 1921 verheiratet mit seiner Großcousine Amalie Wertheim (1895-1989)
sie fungierte in Lübeck als Vertrauensdame bei der Verwaltung der Mikwe und Vorsitzende im Israelitischen Frauenverein. Sept. 1938 Emigration mit Frau und den vier Kindern nach England. Amalie betrieb dort zeitweise eine kleine Pension bzw. ein Kinderheim
sie emigrierte nach dem Tod ihres Mannes zu ihren Kindern nach Israel und engagierte sich in der Frauenbewegung des Mizrachi
1979 wurde sie vom Bürgermeister von Jerusalem für ihr Engagement für Kindergärten für Kinder berufstätiger Mütter ausgezeichnet.
Dissertation
Die Politik Pisas während der Jahre 1268-1282, Diss. Halle-Wittenberg 1906 (Berlin o. J.).