BHR Biographisches Portal der Rabbiner

COHEN, Moses

  • Geb. 1785 in Untermerzbach im Grabfeld, Unterfranken,
  • Gest. 14. Mai 1843 in Kaiserslautern
  • Sohn des rb. Gelehrten Samuel Daniel C., mit 15 J. zur Jeschiwa nach Fürth, dort zwei Jahre Studium, April 1803 nach Prag für neun Jahre, Studium des Talmud an der Jeschiwa sowie der Mathematik an der Technischen Lehranstalt, 17. Dez. 1824 preußisches Staatsexamen für das Lehramt in Erfurt
  • 11. Aug. 1825 ordiniert von Isaak Heß (Landesrb. für Sachsen-Weimar in Stadtlengsfeld), Rb. in Schwarza, Preuß.-Thüringen
  • 3. u. 5. Dez. 1827 Staatsprüfung in Speyer mit der Note 4+ (womit er unter drei Prüflingen noch der Primus war), 1827 Bezirksrb. in Münchweiler a. d. Alsenz, Pfalz. Bewerber in Hanau (1832). 1834 verlegt er den Rabbinatssitz nach Kaiserslautern. Als Vertreter der Orthodoxie stellt er sich gegen die Reformrb. Grünebaum (Landau) und Oppenheim (Pirmasens).

Dokumente

  • CAHJP Jerusalem, D/Wu1/2, Bd. II, S. 25, mit Transkript eines Zeugnisses von Abr. Bing für Moses Cohen aus Neuhaus bei Bad Neustadt a. d. Saale, 17. Juli 1827
  • LA Speyer, Best. H3, Nr. 8133, Prüfungsakten
  • CAHJP Jerusalem, AHW 543b, Bd. II, Bl. 204r, Von ihm ausgestellte Hattara (1832).

Publikationen

  • Antrittsrede, in Sulamith VII,2 (1828-33), S. 139
  • Korrespondenz mit Wolf Hamburger in dessen Ša‘ar ha-Zeqenim, Bd. II, Bl. 153v
  • „Rede bei der Einweihung des neuen isr. Tempels zu Kirchheimbolanden, gehalten am 3. September 1836“, in Adler, Die Synagoge, 1 (1837), S. 89- 104
  • „Be‘inyan ruba’ deletha’ qaman“, Šomer S. iyyon ha-Nä’äman, S. 385.

Literatur

  • Nachruf in der AZJ, 5. Juni 1843, S. 347
  • Kayserling, Jüdische Kanzelredner, II 291
  • Roubík, „Jüdische Universität“, S. 314, 319
  • August Kopp, Die Dorfjuden in der Nordpfalz. Dargestellt anhand der Geschichte der jüdischen Gemeinde Alsenz, Meisenheim 1968, S. 172f
  • Bernhard H. Gerlach, „Die Lage der jüdischen Bevölkerung im Raum Kaiserslautern zwischen 1816 und 1840“, Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern 18/19 (1980/81), S. 278f
  • Arnold, Pfälzische Juden, S. 104
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 87, 189, 554, 610.