Sohn des Rb. Moses Cohn in Golub Dobrzyñ (Gollub), jüngerer Bruder des Rb. H. Cohn in Lubawa (Löbau), lernt nach seiner Bar-Mizwa an verschiedenen Jeschiwot, geht ca. 1846 nach Berlin, dort Studienfreund von Wolf Feilchenfeld und Leiser Lazarus an der Universität. Vom Berliner Rabbinat ordiniert, auf dessen Empfehlung und jene von Aron Hirsch Heymann ca. 1858/62 Rb. in Złotów (Flatow), Prov. Westpreußen. Lebt um 1879 in Berlin.
Dokumente
Die Matrikel der Berliner Philosophischen Fakultät hat einen Nathan Cohn aus Westpreußen, immatrikuliert mit Sondergenehmigung am 10. Mai 1850
CJA Berlin, 1, 75 A Ma 1, Nr. 17, Bewerbung in Mirosławiec (Märkisch-Friedland), datiert aus Złotów, 13. Okt. 1862. „Als aber das Bedürfniß sich allgemein geltend machte, das auch ein Rabbiner der Gegenwart andern wissenschaftlichen Disziplinen huldigen müsse, reiste ich nach Berlin, nachdem ich mir einige Vorkenntnisse in denselben mir angeeignet hatte, woselbst während eines zwölfjährigen Aufenthaltes es mir gelang, den academischen Studien mich mit Eifer zu widmen“.