BHR Biographisches Portal der Rabbiner

ECKMANN, Julius, Dr.

  • Geb. 1805 in Rawicz (Rawitsch), Prov. Südpreußen,
  • Gest. 5. Juli 1874 in San Francisco
  • 1819-22 in London, 12. Mai 1842 imm. Berlin, vier Jahre Studium an der Universität und bei Zunz, Ordination, 1846 Auswanderung in die USA, 1848 Rb. (engl.) „Shaare Shomayim“ in Mobile, Ala., wenig später in New Orleans und in Richmond, Va., dann bei der Gemeinde „Beth Elohim“ in Charleston, S. C.
  • 1852 geht er als erster Rb. nach Kalifornien und weiht am 8. Sept. des Jahres in San Francisco die Synagoge der polnischen Gem. „Shearit Israel“ ein
  • 1854 Rb. der Reformgemeinde „Emanu-El“ in San Francisco, deren Tempel er am 14. Sept. 1854 einweiht. Scheidet wegen Kultusstreit 1855 aus dem Amt und gründet 1857 die jüdische Wochenschrift Weekly Gleaner, die unter verschiedenen Redakteuren und Namen bis 1927 weiterbestehen sollte. Leitet die jüdischen Schulen „Hephtsi-Bah“ und „Harmonia“. Lebt 1861-63 unter den Juden in Kai-Fong-Fu, China, 1863-66 und 1869-72 unentgeltlicher Prediger von „Bet Israel“, in Portland, Oregon. 1872 Begründer der konservativen Gem. „Ahavai Sholom“ in Portland.

Publikationen

  • Proceedings in Relation to the Mortara Abduction. Mass Meeting at Musical Hall, San Francisco 1859.

Bildmaterialien

  • Bildnis in EJ eng.

Literatur

  • New York Times 14. Juli 1874
  • Oscar P. Fitzgerald, California Sketches. New Series, Nashville 1881, p. 153-160; auch in Pacific Jewish Annual 1 (1897), S. 73-77
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 875
  • J. Voorsanger, Chronicles of Emmanu-El, 1900, S. 141-151
  • EJ eng. VI 357 hat als Sterbejahr 1877
  • Reissner, S. 105-106
  • Marcus, American Jewish Biography, Bd. I, S. 127.