Sohn des Klausrb. Aron E. und jüngerer Bruder von Jakob E., SS 1826 imm. Würzburg, 5. Mai 1829 zu seinem Bruder nach Mannheim als Rabbinatskandidat, von dort Bewerber in Hanau (1832), Okt. 1832 zum Landesrb. für Birkenfeld nach Hoppstädten berufen, kehrt Juni 1833 wegen zu geringen Gehaltes nach Mannheim zurück und fungiert dort als „Klausbeter“. 28. März 1837 zum Klausrb. mit 250 fl. ernannt
es gelingt ihm aber nicht, die Nachfolge seines Bruders als Primator der Klaus anzutreten. Er verwaltet außerdem seit dem 15. Mz. 1849 unentgeltlich das Bezirksrt. Ladenburg, das ihm am 1. Sept. 1857 mit 100 fl. Gehalt definitiv übertragen wird. Bewerber in Groningen (1852). Schwiegersohn des Brettener Rb. Veit Flehinger.
Dokumente
RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Häuser F1,2; F3,11/12; F3,21; Q1,19
LHA Koblenz, 393/296, S. 317ff, Bewerbung, Prüfung und Annahme in Hoppstädten
GLA Karlsruhe, 233/18679, vom 1. Mai 1837, Widerstand gegen seine Ernennung in Mannheim, da er nicht einheimisch und mit dem Stifter nicht verwandt sei
StA Marburg, 100/3725, Gutachten von Rb. M. Wetzlar vom 29. Dez. 1853 über seine Bewerbung in Fulda: „Er ist streng religiös, ein gelehrter Talmudist und ein Eiferer für die Religion der Väter“
GLA Karlsruhe, 362/41, vom 3. Juli 1854, über Vertretung im Amt Ladenburg
CJA Berlin, 75 B Ka 1 Nr. 73, fol. 10, Bewerbung in Karlsruhe vom 8. März 1855
GLA Karlsruhe, 362/42, vom 24. Sept. 1857, Übertragung des Rts. Ladenburg; ebd., 362/60, vom 2. Aug. 1870 provisor. Übertragung des Rts. im Amt Weinheim.
Manuskripte
Kommentar zu Git. t. in.
Publikationen
Halachische Beiträge zum Šomer S. iyyon na-Nä’äman seines Bruders: „’En beth din yechol levat. t. el divre beth din h. avero“, S. 17f, 19, 21, 22; „Be’ur divre RaŠI Z. L. be‘inyan tanur wechirah“, S. 69; „Be’ur ha-Gemara’ be‘inyan ruba’“, S. 77; „Be’ur Midraš Rabbah P. ’Ämor“, S. 168; „Be’ur divre ha-RaMBaM be‘inyan häfreš bikkurim qodäm hä-h. ag“, S. 173f; „Bedin ’issur meh. iqath ha-šem“, S. 179f; „H. aqirah ve‘inyan kethubbath qa‘aqa‘„, S. 191, 193; „Be’ur divre ha- Ro’Š si[man] 35“, S. 197f, 200, 201, 203; ‘Od bedin meh. iqath ha-šem šä-lo’ nichtav bechawwanah“, S. 221; „Be’ur Gemara’ ’Lo’ hayyah Dawid ra’uy le’otho ma‘aœäh’ wechu.“, S. 234f, 237, 239; „Tešuvah vedin kibbuy geh. alim bey[om]t. [ov]“, S. 251; „Tešuvah ve‘inyan mezuzah“, S. 261, 263, 265; „Bedin ’amirath qaddiš yathom“, S. 285, 286; „Besugya’ delo’ bene kibbuš ninehu“, S. 288f; „‘Od be‘inyan ’amirath qaddiš yathom“, S. 301, 302f; „‘Od bedin kibbuy bey[om]t. [ov]“, S. 325; „H. aqirah vedin ketivath prozbul“, S. 330; „Be‘inyan ‘aœeh doh. äh l[o’] t[e‘aœäh]“, S. 341, 344, 344f, 350f.
Literatur
Lippe 1879/81, S. 97
Löwenstein, Kurpfalz, S. 253
Unna, Lemle Moses, Bd. II, S. 44: „eine stille und bescheidene Gelehrtennatur; die Beschäftigung mit der jüdischen Wissenschaft war ihm der Hauptzweck des Lebens“