Sohn des späteren Berliner Dajans und Würzburger Oberrb. Löb Fernbach, Rb. in Braunsbach am Kocher, dann Rb. im ehemals kurpfälzischen Oppenheim am Rhein, dessen Gemeinde sich nach der französischen Besetzung vom Mannheimer Landesrb. unabhängig gemacht hatte. 1808 Landesrb. für das Ftm. Lippe mit Sitz in Detmold. Der 1810 angenommene Familienname geht auf den Ort Unterfarrnbach bei Fürth zurück und durchlief diverse Orthographien. F. war verheiratet mit der 1767 in Gelnhausen geborenen Rabbinerstochter Sara Henoch. Der Sohn Henoch F. wurde sein Nachfolger in Detmold.
Dokumente
StA Marburg, 82c/937, vom 16. Nov. 1793, Kandidatur in Gelnhausen
AN Paris, F 19/ 1840, vom 18. Mai 1808, als „Loeb, Abraham, 40“ in der Erhebung des Mainzer Präfekten über den isr. Kultus
StA Detmold P 2, 1, Namensliste der Detmolder Juden vom 24. Januar 1810: „1.) der Vice-Rabiner Abraham Löb jezt Ferrenbach, 42 Jahr alt gebürtig aus Fürth, seine Ehefrau heiße Sara Henoch, 42 Jahr alt, gebürtig aus Gellenhausen. Er habe mit derselben zwei Töchter namentlich Finkchen 8 Jahre alt und Riekchen 5 Jahre alt“, kein Gesinde; ebd. auch Sterbeeinträge
StA Detmold, L 77/A, Nr. 5333, Blatt 124r-127v enthält die fürstl. Bestätigungsurkunde vom 3. Nov. 1809 mit Festsetung der Verpflichtungen und Gebühren
Ebd. L 77/A Nr. 5334, verschiedene Eingaben wegen Bestimmung seines Sohnes als Nachfolger, 1841-44
Ebd. L 77/ A, Nr. 5362, Vorschlag der Gemeinde vom 30. Juni 1808.
Literatur
Stammbaum der Familie seiner Frau bei Löwenstein, „Fürth“, II, S. 101 Anm
Guenter, Lippe, S. 88, 93f, 113f
Klaus Pohlmann, „Juden im Kleinstaat Lippe: Die Anfänge der Emanzipation (1780-1820)“, Aschkenas 6 (1996), S. 487.