BHR Biographisches Portal der Rabbiner

FALK, Jakob Löbel (hebr. Jakob Juda-L.), gen. „Reb Falek“

  • Geb. ca. 1760,
  • Gest. 24. Juni 1838 in Breslau
  • Sohn des Josua F., Rb. in Brzeg Dolny (Dyhernfurth), Mittelschlesien, danach Dajan in Breslau und Talmudlehrer, verwaltet das Rabbinat während der Vakanz von 1820-23. Gehört zum traditionalistischen Kreis der „Schklower Schul“, einer kleinen Privatsynagoge in der ul. Złote Koło (Goldeneradegasse 2)
  • er war verheiratet mit Sara Naumburg, der Tochter des Oberrb. von Rawicz. Der Breslauer Vorstand beruft Abraham Geiger zu seinem Nachfolger.

Publikationen

  • Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, I, Nr. 42
  • Zwei Approbationen, datiert Breslau 1822 und 1831; Löwenstein, Index, S. 89.

Literatur

  • Abraham Treumann, H. äsäd le’Avraham, 7b-9a
  • I. Kastan, „Breslauer Erinnerungen“, S. 53- 58: „Diese Familien der vier Brüder Falk und deren Schwäger-Familien bildeten innerhalb der damaligen Breslauer Judenheit eine festumfriedete Gemeinschaft [...] Kein Hauch des neuen Zeitalters war in ihre Wohnungen gedrungen [...] Sie wanderten gleichsam als Fossilien unter den Lebenden ihrer Zeit - und dennoch in ihrer Art ehrwürdig“. Über J. Falk S. 56 „Das kleine, schmächtige Männchen war vertrauensselig, hatte kein Arg, und man hörte nie ein böses, oder gar ein zorniges Wort aus seinem Munde“
  • Heppner, Breslau, S. 9
  • Lucas und Heitmann, Stadt des Glaubens, S. 248f
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 212.