Geb. 12. Okt. 1824 in Grodzisk (Grätz), Prov. Posen,
Gest. Jan. 1894 in Tilsit, Ostpreußen
Sohn eines Translateurs, Besuch des kath. Gymn. in Glogau, sodann in Breslau Studienkamerad von Heinrich Graetz und Schüler von Abr. Geiger, Reifeprüfung und am 13. Nov. 1848 imm. Breslau, 29. März 1852 Abgang von der Universität
22. Okt. 1852 reimmatrikuliert
1855 Rb. und Religionslehrer in Milicz (Militsch), Schlesien
1861 Rb. in Tilsit.
Dokumente
AU Wrocław, F 434, S. 93, Matrikeleintrag („Friedberg“): „reimmatriculatus a. 1852 d. 22 Oct., Abgangszeugnis 29. III. 52“, ebd. S. 101; F 458 Studentenregister („Friedeberg“), danach reimm. am 22 Okt. 1853 und abgegangen am 29. März 1857
CJA Berlin, 75 A Sta 2, Nr. 56, enthält Bewerbung in Stargard Szecziñski (Stargard in Pommern) vom 27. Okt. 1857, mit Zeugnis von Abr. Geiger. Spricht darin von seiner „fast zweijährigen Amtsthätigkeit allhier“, d. h. in Milicz.
Publikationen
Zur Säkularfeier Moses Mendelsohns. Vortrag gehalten in der Bürger-Halle zu Tilsit, Tilsit 1886.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 31, nennt ihn als „Rb. und Lehrer“ in Milicz (165 Juden)
AZJ 1861, Nr. 13, Beilage, nennt ihn in Milicz als Mitarbeiter des Instituts zur Förderung der jüd. Literatur
Bloch, Militsch, S. 28, datiert den Amtsantritt 1845 als 34jähriger