BHR Biographisches Portal der Rabbiner

FRIEDMANN, Gabriel Hirsch

  • Geb. 1805 in Memmelsdorf, Unterfranken,
  • Gest. 9. Jan. 1863 in Niederwerrn bei Schweinfurt
  • Sohn des Löw F. und der Dely Rosenbaum, lernt an der Jeschiwa in Fürth, seit 1828 an Bings Jeschiwa in Würzburg, 1833 Gymnasialabsolutorium, 23. Apr. 1833 imm. als cand. phil. in Würzburg und zwei Semester Studium, Aug. 1836 Staatsprüfung in München mit Note 2. 23. Mai 1837 ordiniert von Abr. Bing und zu dessen Rabbinatssubstitut erhoben, 1839-40 Rabbinatsverweser in Würzburg. Da er keine Rabbinerstelle erlangt, unterzieht er sich dem Examen für das Schullehramt und wird Oberlehrer in Niederwerrn. Von dem dortigen Rb. Lebrecht am 18. Mai 1842 getraut mit Riffka Steinheimer, Tochter des Löw S. aus Niederwerrn.

Dokumente

  • CAHJP Jerusalem, D/Wu1/2, Bd. I, S. 248, Ordination durch Bing, Transkript des Rabbinatsdiploms vom 23. Mai 1837; Bd. I, S. 256-261 Gesuch Bings um seine Annahme als Substitut vom 17. Nov. 1837; Bd. I, S. 279f Empfehlungsbrief vom 25. Juni 1838; Bd. II, S. 37 Hörerbescheinigung vom 19. Nov. 1828
  • StAWürzburg, RA 8495, Eingabe an die Reg., 1840
  • CAHJP Jerusalem G5/2294, Trauungs- und Sterberegister, in letzterem bezeichnet als „Israelitischer Elementarlehrer und Rabbinatskandidat, verheirathet, Alter 57 3/4 Jahre“.

Literatur

  • IA 1840, S. 43
  • Gehring-Münzel, Vom Schutzjuden zum Staatsbürger, S. 349, 366
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 180, 318, 416.