BHR Biographisches Portal der Rabbiner

ASCH, Abraham

  • Geb. ca. 1725 in Posen,
  • Gest. 17. Jan. 1802 in Celle
  • Sohn des späteren Dessauer Rb. Joseph A., Jugendfreund und Hausrb. des Hofagenten Isaac Jacob Gans in Celle, dann Lehrer an dessen Fideikommißstiftung, auch „Rabbiner der Gemeinde“.

Dokumente

  • I. J. Gans versorgt ihn in seinem Testament vom 23. März 1797; siehe Asaria, Niedersachsen, S. 166.

Publikationen

  • Berith ’Avraham, Homilien und Talmudauslegungen, Berlin 1789 (lt. Wininger)
  • Torah kulah ‘al rägäl ’ah. ath, in drei Teilen: 1. Yoreh De‘ah, ethische Betrachtungen anhand der Naturwissenschaften; 2. Yavin Šemu‘ah, talmudische Autoritäten gegen das frühe Begräbnis; 3. H. äräv la-Šem, Verteidigung dieser Auffassung gegen S. Pappenheim, Berlin 1796, 61 S
  • Mar’eh ’Eš Auslegungen zu diversen Talmudstellen, postum hrsg. von seinem Sohn Moses Jakob Asch, Berlin 1803 (verdruckt zu 1833), 60 Bl. Enthält auch das Testament des Autors, verfaßt im 74. Lebensjahr.

Epigraphik

  • Bar-Giora Bamberger, Celle, S. 33.

Literatur

  • Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 666
  • Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 12
  • JE II 169
  • EJ dt. III 424, unterscheidet einen A. A. in Celle von einem anderen in Zell bei Würzburg
  • Wininger I 156
  • EJ eng. III 694, unterscheidet ebenfalls zwei Träger des Namens; der letztere wirkte „at Zell, near Wuerzburg, in the bet midrash of Isaac Rans“
  • Streich, „Celle“, S. 24, 26; danach habe er an der Stiftung bis 1814 gewirkt (lt. Asaria, Niedersachsen, S. 158, lebte noch nach den napoleonischen Kriegen ein alter Rb. in der Celler Vorstadt)
  • Frdl. Mitteilungen von Frau Marlis Buchholz, Hannover, 1998
  • Feiner, Mahpechath ha-Ne’oruth, S. 369, über den Autor von Torah kulah: „Abraham Asch, einst ein ehemaliger Talmudgelehrter und nun ein radikaler Antiklerikaler, nutzte seine Erwiderung zu einer militanten Anklageschrift gegen die rabbinische Elite [...] Im Jahr 1805 ließ Asch in Berlin ein Buch in deutscher Sprache zugunsten der Religionsreform drucken“.