BHR Biographisches Portal der Rabbiner

GREIFFENHAGEN, Moses J

  • Morenu-Zeugnisse aus Leszno (Lissa) und Wolsztyn (Wollstein)
  • Ordination von Löbusch Wolf in Miêdzyrzecz (Meseritz), Sal. Feldblum in Œmigiel (Schmiegel) und Malbim in Kêpno (Kempen)
  • seine Qualifikation wurde in Berlin von Rb. Öttinger bestätigt. Mit Empfehlungen von Mich. Sachs und A. Wolffson (Hildesheim) in den 1840er Jahren Dajan in Wolsztyn unter Hirsch Hirschfeld, nach dessen Weggang 1848 Rabbinatsverweser das.
  • legt das Amt aus Protest nieder, weil die Gemeinde keine Anstalten macht, es dauerhaft zu besetzen. 1850 von den Orthodoxen nach Trzciel (Tirschtiegel) berufen
  • löst er - so die AZJ - einen „Weiberkrieg der Gemeinde Tirschtiegel“ aus
  • kehrt dann wieder in sein Amt nach Wolsztyn zurück, wo er noch um 1858 tätig ist.

Dokumente

  • Archiwum Pañstwowe w Szczecinie, Oddział Gorzowie Wielkopolskim, Best. 241 (Stadt Tirschtiegel), Nr. 161 Juden- und Synagogengemeindesachen 1849-1880
  • CAHJP Jerusalem, AHW 543b, Fasc. I, S. 248, Bewerbung in Hamburg 1851.

Publikationen

  • „Die heilige Schrift und unsere Zeit“, TZW 1849, S. 172f.

Literatur

  • AZJ 1850, S. 86, 102f., 282f, 470 wirbt für ihn als „einen ungeheuchelt frommen und talmudisch wie wissenschaftlich sehr gebildeten Mann“, der deutsch zu predigen verstehe und „dem Prinzipe der vernünftigen warhaften Religiosität, gegründet auf Bildung des Volkes“ anhänge
  • „Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 42
  • Heppner und Herzfeld, S. 1002, erwähnen ihn als Mitglied des Talmudstudienvereins (1845).