Besucht das Gymnasium in Mikulov, ist sodann Schüler von Rb. Juda Aszód in Senica (Szenitz), Slowakei, folgt diesem 1854 nach Dunajská Streda (Dunaszerdahely), von ihm auch ordiniert sowie von Abraham Placzek in Boskovice (Boskowitz) und David Deutsch in ¯ory (Sohrau), Oberschlesien, Studium an der Universität in Wien, 1860 Rb. in Krnov (Jägerndorf), Öster.- Schlesien, zugleich Religionslehrer an der Haupt-, Unterreal- und Mädchenschule am Ort. 1863 Rb. in Dambořice (Damboritz), Mähren, amtiert zugleich als Bezirksrb., als Mitglied im Bezirksschulrat und über lange Jahre als Rabbinatssubstitut in den Nachbargemeinden Kyjov (Gaya), Slavkov (Austerlitz) und Bučovice (Butschowitz). Juni 1909 gold. Verdienstkreuz mit der Krone. Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs trat er in den Ruhestand und übersiedelte nach Wien.
Dokumente
ÖStA/AVAWien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 13. Okt. 1860 mit Dispensverfahren
CJA Berlin, 75 A Ra 5 Nr. 13, fol. 49-50 Bewerbung in Rawicz vom 13. Dez. 1871.
Bildmaterialien
JNUL Jerusalem, Schwadron Collection (Bildnis).
Literatur
Freie jüdische Lehrerstimme 1918, S. 43f
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 180, mit Bildnis; ebd., S. 175.