BHR Biographisches Portal der Rabbiner

HEILBRONN, Isak, Dr.

  • Geb. 25. Feb. 1828 in Fulda,
  • Gest. 1909 in Nürnberg
  • Sohn des Vorsängers und Schullehrers Löb Nathan H. (1787-1863) und der Bunla Stern, 1845 imm. Würzburg
  • fünfjähriges Studium an der Universität und bei Rb. S. B. Bamberger, 1850 nach Berlin, dann Schüler von S. R. Hirsch in Frankfurt/M., 1854 Prediger und Religionslehrer in Stavenhagen, Mecklenburg-Schwerin, 26. Feb. 1856 prom. Gießen, im selben Jahr ordiniert von Sal. Formstecher in Offenbach, bewirbt sich aus Stavenhagen 1857 in Göteborg, 1860 Rb. in Erfurt, Nov. 1861 Bezirksrb. in Weikersheim, Württ. (zunächst provisorisch, 3. März 1863 offizieller Amtsantritt). 1. Jan. 1903 in den Ruhestand, nachdem er bereits einige Jahre von dem Rabbinatskandidaten Dr. Abr. Schweizer unterstützt worden war.

Dokumente

  • HStAWiesbaden, 365/344 Geburtenregister Fulda
  • StA Marburg, Abt. 100, Nr. 3719, vom 18. Feb. 1849, Nathan A. Müller nennt ihn als zukünftigen Lehrer an seiner Privatschule
  • Nach dem Buch des Berliner „Studienbeförderungsvereins h. ävrath bah. urim“ (CAHJP Jerusalem, KGe 2, Nr. 71) ist „Heilbronn“ 1850 der einzige Schüler in der Talmudklasse von Rb. Gerson Zippert Asche
  • HStA Stuttgart Best. E 201c Büschel 41, vom 18. Nov. 1861 enthält Bericht der Oberkirchenbehörde mit biogr. Angaben. „Als Grund seiner Bewerbung um ein württembergisches Rabbinat hat Dr. Heilbronn angegeben, daß ihm die unsichere und abhängige Stellung, welche die Rabbiner im Königreiche Preußen haben, nicht zusage“.

Literatur

  • Lippe 1879/81, S. 171, „Heilbronner, Dr.“- Tänzer, Württemberg, S. 73
  • Behr und Rupp, Creglingen, S. 53
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 663.