Sohn des Ortsrb. Joachim-Heinemann Meister, Gymnasium in Hildesheim, Univ. Berlin mit Talmudstudien bei Öttinger. 1825 prom. Berlin, 1826 Schullehrer in Prenzlau und Talmudstudien beim Ortsrb. G. Z. Asche, 1831 Schullehrer in Stettin
1837 Rb., Prediger und Schulrektor in Göteborg. Hält alternierend deutsche und schwedische Predigten. Seit 1846 auch Lehrer an der Handelsschule in Göteborg, seit 1848 deren Leiter. Anhänger der konservativen „Theologen- Versammlung“ (1846) Z. Frankels. Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1851, S. 134, Nr. 316). Den Rabbinatsdienst legte er 1857 nieder.
Dokumente
CAHJP Jerusalem G5/2711: Im Geburtsregister Sandersleben ist sein Geburtseintrag vermutlich der vom 2. April 1802 „Jakob, Sohn des Heinemann Joachim“
LHA Schwerin, Mecklenburg- Schwerin, Landesrabbinat Nr. 57, vom 2. Dez. 1852, Bewerbung in Schwerin. Gibt als Referenzen A. A. Wolff in Kopenhagen und M. Sachs in Berlin
CJA Berlin, 75 A Ste 3 Nr. 66, fol. 23, vom 27. Juli 1859, Bewerbung in Stettin
Nach AU Wrocław, F 434, S. 117, 136, immatrikulierte sich am 29. Okt. 1858 und erneut am 3. Dez. 1862 ein Julius Heinemann aus Schweden, vermutlich sein Sohn.
Literatur
AZJ 1850, S. 416, die vier „Rabbiner des Nordens“ (London, Kopenhagen, Stockholm, Göteborg)
AZJ 1868, S. 396f, Todesmeldung
Göteborgs mosaiska församling 1780-1955, Göteborg 1955, S. 33, 77.