BHR Biographisches Portal der Rabbiner

HEINEMANN, Carl, Dr.

  • Geb. 1802 in Sandersleben, Anhalt,
  • Gest. 1868 in Göteborg, Schweden
  • Sohn des Ortsrb. Joachim-Heinemann Meister, Gymnasium in Hildesheim, Univ. Berlin mit Talmudstudien bei Öttinger. 1825 prom. Berlin, 1826 Schullehrer in Prenzlau und Talmudstudien beim Ortsrb. G. Z. Asche, 1831 Schullehrer in Stettin
  • 1837 Rb., Prediger und Schulrektor in Göteborg. Hält alternierend deutsche und schwedische Predigten. Seit 1846 auch Lehrer an der Handelsschule in Göteborg, seit 1848 deren Leiter. Anhänger der konservativen „Theologen- Versammlung“ (1846) Z. Frankels. Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1851, S. 134, Nr. 316). Den Rabbinatsdienst legte er 1857 nieder.

Dokumente

  • CAHJP Jerusalem G5/2711: Im Geburtsregister Sandersleben ist sein Geburtseintrag vermutlich der vom 2. April 1802 „Jakob, Sohn des Heinemann Joachim“
  • LHA Schwerin, Mecklenburg- Schwerin, Landesrabbinat Nr. 57, vom 2. Dez. 1852, Bewerbung in Schwerin. Gibt als Referenzen A. A. Wolff in Kopenhagen und M. Sachs in Berlin
  • CJA Berlin, 75 A Ste 3 Nr. 66, fol. 23, vom 27. Juli 1859, Bewerbung in Stettin
  • Nach AU Wrocław, F 434, S. 117, 136, immatrikulierte sich am 29. Okt. 1858 und erneut am 3. Dez. 1862 ein Julius Heinemann aus Schweden, vermutlich sein Sohn.

Literatur

  • AZJ 1850, S. 416, die vier „Rabbiner des Nordens“ (London, Kopenhagen, Stockholm, Göteborg)
  • AZJ 1868, S. 396f, Todesmeldung
  • Göteborgs mosaiska församling 1780-1955, Göteborg 1955, S. 33, 77.