Sohn des Hirsch Biale aus Lemberg, der von 1718 bis zu seinem Tod 1748 Rb. in Halberstadt war
1729 Heirat mit Feigele (st. 1795), Tochter des späteren Frankfurter Oberrb. Jakob-Josua Falk Pene Yehošua‘, reist mit seinem Schwiegervater 1830 von Lemberg nach Berlin. Wurde noch in jungen Jahren Rb. in Lokachi (Lukacz), Wolhynien
soll dort die Achtung des „Bescht“, des Stifters des Chassidismus, genossen haben. Rb. in £owicz (Lowitsch)
1761 oder wenig später wurde er Oberrb. in Glogau
lehnt Berufungen nach Fürth (1763) und nach Metz (1765) aus Bescheidenheit ab. Wirkt gemeinsam mit Dawid-Tewele Horochow in Leszno (Lissa) auf Hirschel Lewin ein, um ein Schreibverbot gegen Wessely zu verhängen. Unter dem Familiennamen Hirschfeld oder Herzfeld werden seine Söhne Moses H. Rb. in Chortkiv (Czortków), Ostgalizien, Salomon H. in Hrubieszów am Bug, Aron-Josua in Königsberg und Rawicz und Hartog-Josua in Zwolle.
Publikationen
Einzelne Talmudauslegungen im Pene Yehošua‘ seines Schwiegervaters (1739)
Stellungnahme im Klever Getstreit (zugunsten des Frankfurter Rabbinats) in Meyer Posner-Munk, Beth Me’ir im Anhang S. al‘oth ha-Bayyith, Nr. 13; auch in Isr. Lipschütz, ’Or Yiœra’el
Zwölf Approbationen, datiert aus Glogau 1761-1784; Löwenstein, Index, S. 175.
Epigraphik
Grabinschrift mitgeteilt bei Brann, Geschichte der Juden in Schlesien, Anhang XCV, und bei Zinz, ‘At. ärät Yehošua‘, S. 48; Grabinschrift seiner Frau ebd. S. 49.
Literatur
Auerbach, Halberstadt, S. 67-68
Landshuth, ’Anše Šem, S. 31
Walden, Šem ha-Gedolim hä-h. adaš, S. 122
Graetz, Geschichte, XI 591: „ein Feind von Neuerungen und besonders von Bildungsschulen“
Buber, ’Anše Šem, S. 521
Dembitzer, Kelillath Yofi, Bd. I, S. 6
Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 142
Löwenstein, Nathanael Weil, S. 72
Lewin, Lissa, S. 318ff
Zinz, ‘At. ärät Yehošua‘, S. 47f
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 106, Nr. 1043