Sohn des Abraham H. und der Breila Löb, 15. Dez. 1826 nach Mannheim zur Jeschiwa von Jak. Ettlinger
1. Apr. 1830 Abreise von dort. 31. Okt. 1832 imm. Heidelberg, SS 1834 imm. Tübingen, jeweils drei Semester Studium
Nov. 1835 Erste Dienstprüfung mit Note IIIa, 1838 Rabbinatsverweser in Freudental, nach der Zweiten Dienstprüfung 1841 Bezirksrb. in Braunsbach, im selben Jahr verheiratet mit Nannette Schlessinger aus Pforzheim (geb. 1816). Er bezog bis zu seinem Tod das gesetzliche Mindestgehalt von 650 fl.
Dissertation
Latein. Abhandlung über das Hohelied, abgewiesen durch die Fakultät infolge Gutachtens von Prof. Jäger; siehe UA Tübingen, 55/11, vom 26. Jan. 1836. Der Autor gebe „den Inhalt der einzelnen Kapitel möglichst verkehrt an mit eingestreuten möglichst abgeschmakten Bemerkungen, die er freilich zum Theil den jüdischen Erklärern wie Raschi etc. entnimmt“; auch formuliere er „seine (angeblich) eigene Ansicht, welche ich um der Merkwürdigkeit willen selbst zu lesen bitte“.
Dokumente
RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Häuser F3,4; H2,12; F2,15
UATübingen, 40/94, Nr. 157, Studienzeugnisse
StA Ludwigsburg, E 212/136, Prüfungsakten
HStA Stuttgart, E 201c/41 Michelbach/Braunsbach, vom 17. März 1841 Bewerbung und vom 15. Dez. 1862 Todesmeldung