Kommt mit Oberrb. Raphael Cohen aus Berlin nach Hamburg, wird dort Dajan und Klausner der Jechiel-Walich- Stiftung in der 1. Elbstraße. Seit 1814 versah er mit seinen Kollegen Michael Speyer und Baruch Oser das Rt. in der damals größten jüd. Gem. Deutschlands und nahm an der Polemik gegen den Reformtempel teil. Aufgrund der „Altersschwäche“ der überlebenden Dajanim Oser und Jaffe begründet der Vorstand im Juni 1820 seinen Entschluß, sie einem jungen, modern gebildeten moreh s. ädäq unterzuordnen, was im Jahr darauf gegen den Widerstand der Alten auch geschieht. J. war verheiratet mit Pes’che Kallmes (1748-1819) aus Leszno (Lissa).
Dokumente
StA Hamburg, Cl. VII, Lit. Lb, Nr. 18, Vol. 7b, Fasc. 1, Invol. 2, mit Antrag auf Unterordnung der Dajanim, 1820
Ebd., Jüdische Gemeinde 725a, Sterbebuch, vom 13. April 1819 (Pes’che Jaffe), 21. Jan. 1823 („Jacob Meyer Jaffe“).
Publikationen
Eine Approbation, datiert Hamburg 1814; Löwenstein, Index, S. 86.
Literatur
Graetz, Geschichte3, Bd. XI, S. 394 („Mose Jakob Jafa“)
Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 99, hebr. S. 106f, dt. S. 37.