Geb. 6. Sept. 1803 in Krotoszyn (Krotoschin), Prov. Südpreußen,
Gest. 27. Apr. 1868 in Hamburg
Sohn des Menachem-Mendel b. Wolff J., acht Jahre lang Schüler von Akiba Eger in Posen, dann von Elias Guttmacher in Pleszew (Pleschen), mit 19 J. Heirat mit seiner Kusine Rivka-Friederike David, Tochter des Rb. David aus Krotoszyn
lebte dort als Privatgelehrter. Durch einen Stadtbrand ruiniert, wurde er 1826 Rb. in Zduny (Sadon) bei Krotoszyn, um 1834 Rb. in Œmigiel (Schmiegel), hält dort eine Jeschiwa, danach Rb. in Fordon, 1849 Rb. der Vereinigten Alten und Neuen Klaus in Hamburg, wo er in Gemeinschaft mit Getschlik Schlesinger studiert.
Dokumente
AP Poznañ, Ksiêgi metrykalne gmin ¿ydowskych, Zduny Nr. 1, S. 12f, Tod seiner vierjährigen Tochter Philipine, 16. Nov. 1828; ebd., Krotoszyn Nr. 3, vom 15. Feb. 1833 Tod seines Vaters Mendel Wolff Jaffe, Talmudist, 67 Jahre alt. Unter den Söhnen ist „Mortche Michel Jaffe zu Zduny, 29“.
Manuskripte
Responsen in Nachum Manasse Tov-Jomi; Hs. Tel Aviv, Stadtbibliothek cod. 22 [IMHM 39.764]
Duckesz erwähnt eine Hs. mit Kommentaren zu Maimonides’ Mišneh Torah, Abteilungen ‘Eduth, Šeh. it. ah und T. erefoth.
Publikationen
Beth Menah. em, Regeln der pilpulistischen Auslegung des Talmuds, zu Ehren seines Vaters, Krotoszyn 1834, 74 Bl.; dort eine Genealogie seiner Familie, die mütterlicherseits auf den Hohen Rabbi Löw von Prag zurückreichte
Tešuvoth MaHaRaM Yafäh, Sammlung von 123 Responsen, Hamburg 1852, 174 S
Hrsg. ’Or Zarua‘ des Isaak b. Moses von Wien, mit Kommentaren, Zhitomir 1862, 234 + 188 S
Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, II, EE Nr. 1, und mit Jakob Ettlinger in dessen Responsen I Nr. 79-92 und II Nr. 27f.
Literatur
AZJ 1850, S. 426, nennt ihn „einen ungeheuchelt frommen und talmudisch sehr gebildeten Seelsorger“
Wreschner, „Eger“, II, S. 18
Heppner und Herzberg, S. 394, 573, 921, 1022
Sinason, Gaon of Posen, S. 39
Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II, S. 354-357.