BHR Biographisches Portal der Rabbiner

JOSAPHAT, Gerson

  • Geb. 1808 in Kassel,
  • Gest. 13. April 1883 in Halberstadt
  • Sohn des Rb. Samuel J. und der Betti Sander, 6. Nov. 1826 nach Mannheim an Jakob Ettlingers Jeschiwa als Mitschüler und Freund von S. R. Hirsch, 9. Sept. 1829 Abreise von dort
  • ordiniert von Moses Tobias Sontheim in Hanau, 1829 Rabbinatsverweser in Kassel, 29. Apr. 1831 imm. Bonn, 10. Juni 1833 imm. Marburg, 1836 Klausrb. und Talmuddozent in Halberstadt. 4. Sept. 1838 Heirat mit der Fabrikantentochter Lina Oppe aus Göttingen. Korrespondent des Wundertäters Seckel Wormser in Michelstadt, Lehrer von Esr. Hildesheimer. Auf seine Empfehlung berief die orthod. Separatgemeinde in Frankfurt S. R. Hirsch zu ihrem Rb.

Dokumente

  • RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Häuser E3,9; E5,6; F3,7; F1,2
  • CAHJP Jerusalem, H 53, vom 10. Dez. 1835, Korrespondenz mit dem Vorstand in Halberstadt, 16. und 23. Juli 1836. Kossmann Behrend über ihn: „Sie wissen daß in meinem Hause sich aufhält der junge Gelehrte Herr Gerson aus Cassel, derselbe hat von dem verstorbenen Rabbiner aus Hanau, Mosche Tubia s.A. die Autorisation zur Entscheidung religiöser Fragen, schon die Autorisation dieses berühmten Mannes ist wohl genügend [...] Nach meiner Ansicht werden Sie an ihm alles vereinigt finden, da er auch studiert hat“
  • JM Frankfurt/M., PSR B 118, Trauregister Halberstadt
  • CAHJP Jerusalem, AHW 543b, Fasc. II, S. 36f, Bewerbung in Hamburg vom 28. Dez. 1850 und 7. Jan. 1851 aus Fft./M.; er räumt ein, daß „öffentliche Vorträge zu halten, bis jetzt nicht zu meinen Funktionen gehörten, und daher mich nicht als Prediger empfehlen kann“.

Manuskripte

  • Briefwechsel J.s mit S. R. Hirsch; Auszüge in Samson Raphael Hirsch, 1908, S. 35f, mit J.s Erinnerungen an die Zeit, „als wir so vergnügt und innig in Mannheim wissenschaftlich zusammen lebten, eine Zeit, woran Sie wie ich mit Vergnügen immer zurückdenken werden“.

Literatur

  • „Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 62
  • Lippe 1879/81, S. 216
  • Liberles, Orthodox Judaism in Frankfurt, S. 111f, 133, 150, als „Gerson Josphat“
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 352, 356, 438, 526, 532.