Schwiegersohn einer angesehenen Kaufmannsfamilie seines Heimatorts, betätigt sich nach dem Tod seines Schwiegervaters im Geschäft. „Durch Aneignung profanen Wissens ist er seiner Zeit voraus“ (Gold, S. 520). Freund von Moses Sofer während dessen dortiger Amtszeit. Als dessen Nachfolger 1801 Rb. in Strážnice (Straßnitz), 1806 Rb. in Kromìříž (Kremsier), legt das Amt wegen eines liturgischen Streites nieder, 1814 Rb. in Ivančice (Eibenschütz), 1826 Rb. in Boskovice und Leiter einer bedeutenden Jeschiwa. Seine Frau war Titl Grünbaum (gest. 1855)
seine Söhne Mordechai und Lazar wurden Rb.
seine Tochter Nechoma heiratete Rb. Juda Schmiedl.
Manuskripte
„Vor seiner Berufung nach Kremsier sendet er dem mähr. Landesrabbiner M. Benet einen Teil seiner talmudischen Abhandlungen zur Begutachtung“ (Gold, S. 520). Schüler. Hirsch Fassel, Leopold Löw, Moritz Eisler u. a.
Publikationen
Frage an Moses Sofer, in dessen Responsen OH Nr. 89.
Epigraphik
Grabinschrift bei Frankl-Grün, Kremsier, I 86.
Literatur
Frankl-Grün, Kremsier, III 18ff
Freimann, JJLG XV, S. 42
M. Stein in Jahrbuch des traditionstreuen Rabbinerverbandes in der Slovakei 1 (1923), S. 101f
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 127, 135, 186, 297, 520 (Geburtsjahr danach 1769; er sei schon 1799 unmittelbar nach Moses Sofers Weggang nach Strážnice berufen worden, in Boskovice seit 1828)
EJ eng. IX 1153, danach seit 1826 in Boskovice
Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 287
Bránský, Židé v Boskovicích, S. 251, über sein Haus Nr. 48, heute ul. Velenova 8; er kam spätestens 1827.