Am 26. Aug. 1810 vom Oberrt. in Friedberg (Hessen) zur Ausübung des Religionslehramts in Weilburg/Lahn und zur Vornahme von Trauungen ermächtigt. Am 9. Juli 1811 erhält er den Konsens zur Heirat mit Marianne Joseph und im selben Jahr einen Schutzbrief zur Niederlassung in Braunfels. Die preuß. Reg. in Koblenz erkennt ihn 1816 als „Schullehrer und Rabbinatssubstitut“ für die Ämter Braunfels und Greifenstein in der Enklave Wetzlar an
er hält sich aber 5 Tage in der Woche in Weilburg auf, dessen nassauische Regierung ihn ihrerseits am 17. Aug. 1825 als Lehrer, Vorsänger und Unterrb. anerkennt. Preußischerseits wird er 1827 zum Rabbinatssubstituten für den gesamten Kreis Wetzlar ernannt und dem isr. Konsistorium in Bonn unterstellt
nassauischerseits wird ihm am 4. Dez. 1834 die Tätigkeit in Weilburg auch „fernerhin gestattet“. Seine Stelle dort wird im Jahr 1843 neu besetzt.
Dokumente
HStA Wiesbaden Abt. 211, Nr. 11530 Einsetzung als Unterrb. in Weilburg, enthält Eingaben K.s vom 16. Aug. 1825 und 12. Mai 1834. Der Gutachter von 1825 bestätigt: „Die hiesige Judenschaft ist wegen seines Unterrichtes und als Religionslehrer mit ihm äußerst zufrieden“; jenem von 1834 zufolge sei er „ein Mann der sehr viele Kenntnisse und Bildung hat“
Abt. 242, Nr. 925 Übertragung der Zuständigkeit des Friedberger Rabbiners für Nassau-Usingen auf K., 1825
Ebd., Abt. 245, Nr. 339 K.s Verdeutschung jüd. Standesakten im Amt Weilburg, 1823 und 1831
Ebd., Abt. 423, Nr. 581 Ernennung zum Rabbinatssubstituten für Wetzlar, Braunfels und Hohensolms, 1827
Ebd., Abt. 424, Nr. 18 und Abt. 425, Nr. 1050 Ernennung durch den Oberrb. und das Isr. Konsistorium in Bonn, 1827
Ebd., Abt. 424, Nr. 781 Weiterleitung der Gehaltsbeiträge an den Oberrb., 1829.
Literatur
In der Gft. Solms-Braunfels gab es 1786 noch kein Rt.; siehe Cohen, Landjudenschaften, Bd. II, S. 836)