BHR Biographisches Portal der Rabbiner

KOHN, Marx Michael

  • Geb. in Kleinerdlingen, Bay.-Schwaben,
  • Gest. 26. Feb. 1888 das
  • Sohn des Isaak K., in den 1840er Jahren Talmudschüler bei Abraham Wechsler in Schwabach und bei Meyer Feuchtwang in Öttingen, ordiniert von letzterem sowie von David Weiskopf in Wallerstein, dessen Tochter er ehelicht. Seit etwa 1855 übt er inoffiziell rb. Funktionen in seiner Heimatgemeinde Kleinerdlingen aus, die zum Sprengel seines Schwiegervaters gehört. Dieser überträgt ihm im Alter die Wahrnehmung seiner Amtsfunktionen, wozu K. am 1. Mai 1879 aus München einen Dispens von den (für Rabbiner gesetzlich vorgeschriebenen) akademischen Studien erhält. Nach Weiskopfs Tod am 9. März 1882 wählen ihn die Gemeinden einstimmig zum Nachfolger. Mit einem erneutem Dispens aus München vom 16. Sept. 1882 wird er auch amtlich als Bezirksrabbiner in Kleinerdlingen anerkannt. Seine Witwe Judith starb 1917 in Ansbach.

Dokumente

  • StA Augsburg, Reg. 11.866, Bezirksrabbinat Kleinerdlingen, enthält u. a. eine Empfehlung von David Weiskopf vom 10. Febr. 1879 mit biographischen Angaben.

Epigraphik

  • Photographie des Grabsteins bei Vogel und Römer, Wo Steine sprechen, S. 132.

Literatur

  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 509, 523.