Sohn des Rb. Chaim K. in Brzeg Dolny (Dyhernfurth), Mittelschlesien, dort Besuch der Elementarschule, mit 15 J. talmudische Studien bei verschiedenen auswärtigen Rabbinern, mit 18 J. (ca. 1846) nach Berlin zur Jeschiwa von Rb. Öttinger und Privatstudium der Gymnasialfächer, 30. Okt. 1850 imm. Berlin, vier Jahre Studium an der Univ.
ordiniert von drei rb. Autoritäten. Um 1857 in „Preußisch-Wartenberg“, Mittelschlesien, d. i. vermutlich Syców (Groß-Wartenberg), 1860 Rb. in Oleœnica (Oels). Die Stelle ist bereits um 1877 auf den Nachfolger Dr. Cohn übergegangen.
Dissertation
Explicatio duorum Psalmorum capitum XXXII et XLIX dum grammatice tum exegetice, 1854 in Kiel zurückgewiesen.
Dokumente
CAHJP Jerusalem, „Berlin“, KGe 2/71, das Unterrichtsbuch des „Studienbeförderungs-Vereins“ nennt ihn 1851 als freiwilligen Talmudlehrer mit einem einzigen Schüler
LA Schleswig, Abt. 47.7, Nr. 23, vom 2. Aug. 1854, Bewerbung um den Doktorgrad der Universität Kiel. Abschlägige Antwort nach Gutachten von Prof. Wieseler, 5. Okt. 1854: Die Arbeit sei unzureichend, „auch wenn ich in Anschlag bringe, daß ihrem Verfasser alle gründliche Bildung abgeht und er nur behuf des Rabbinats Doctor werden will“
CJA Berlin, 75 A Sta 2 Nr. 56, vom 19. Okt. 1857, Bewerbung in Stargard Szecziñski (Stargard in Pommern)
Ebd., 75 A Ra 5 Nr. 13, Bewerbung in Rawicz, 1871.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 31, nennt „Dr. Kroner“ nur als Lehrer für die Gem. von 187 Juden.