Sohn des Rb. Salomon Efrati, „wohl sefardischer Abstammung“ (Flesch). Talmudstudium bei dem Privatgelehrten Moses Zwi Halevi in Slavkov, dem er 1754 nach Bzenec (Bisenz) folgt. 1756 Heirat mit dessen Tochter Gitl und Rückkehr nach Slavkov, wird dort durch den Brand vom 14. April 1762 ruiniert
1763 Vorsteher der Gemeinde, 1767 flüchtet er vor seinen Gläubigern an einen unbekannten Ort. April 1776 Rb. in Zemun (Zimony, Semlin), Woiwodina, April 1786 tritt er aus dem Amt und läßt in Brünn sein Buch drucken. Nov. 1788 Rb. in Slavkov. Seine zweite Frau Tölzl-Cäcilie heiratet 1815 den Rb. Jakob Hirsch Feilbogen in Ostroh (Ungarisch- Ostra).
Dokumente
ŽM Prag, Nr. 96.141, vom 28. Aug. 1810: Landesrb. Markus Benet verhängt wegen einer verabsäumten Schächterprüfung 100 fl. Geldbuße gegen den Rb. von Slavkov, dessen Ableben ihm offenbar nicht bekannt geworden war.
Publikationen
‘At. äräth Šelomoh, Halacha-Erklärungen zu YD und zum Kreditrecht, Brünn 1788, 58 Bl.
Literatur
Gedenkrede von Moses Sofer
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1251
Flesch in Hickls jüdischer Volkskalender, 1924/25, S. 36ff
Flesch, „Austerlitz“, S. 594-597
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 115, 116