BHR Biographisches Portal der Rabbiner

AACH, Löb (hebr. Juda-L.)

  • Geb. ca. 1750 in Trier,
  • Gest. 1820 in Hechingen, Hohenzollern
  • Schüler der Prager Jeschiwa des Ez. Landau, Hausrb. der Hoffaktorenfamilie Kaulla in Hechingen, auf deren Betreiben am 28. Dez. 1784 vom Fürsten zum hohenzollerischen Landesrb. ernannt
  • durch Vertrag vom 27. Febr. 1785 von der Gem. mit 90 fl. Gehalt aufgenommen. Später wurde sein Jurisdiktionsbereich auch auf die Gemm. Haigerloch und Dettensee im Nachbarstaat Hohenzollern-Sigmaringen ausgedehnt
  • seit 1803 leitete er zusätzlich das von Jakob Kaulla in Hechingen gestiftete Bet-Midrasch. 1817/18 wurde ihm die Gerichtsbarkeit entzogen.

Dokumente

  • StA Sigmaringen, Ho 6 Bd. 1 Nr. 263; „der bisherige Raphaelische Haus-Rabiner Löw Aach aus der Churfürstl. Stadt Trier gebürtig“, wird am 10. Juni 1785 als öffentl. Rb. in Hechingen bestätigt.

Publikationen

  • Halachische Korrespondenz mit dem Prager Oberrb. Samuel Landau in dessen Vaters Noda‘ bIhudah, Bd. II (1811), YD Nr. 81, 204; EE Nr. 51; Landau nennt ihn seinen Studienfreund (’iš berithi), nun „Vorsitzender des Gemeinde- und Landesrabbinats von Hechingen und Jeschiwaleiter im Lehrhaus Qol Ya‘aqov, welches der mächtige und vermögende Hofmann und Rat, der verstorbene R. Jakob Kaulla, gestiftet hat“.

Epigraphik

  • Grabstein auf dem jüd. Friedhof in Hechingen, Nr. 459; siehe die unveröffentlichte Dokumentation von Hüttenmeister, Hechingen.

Literatur

  • In der AZJ 1866, S. 77, wurde seine Bibliothek zum Kauf angeboten
  • Leo Adler, „Geschichte des Beth-hamidrasch in Hechingen“
  • Sauer, Württemberg, S. 93
  • PK Baden-Württemberg, S. 172
  • Werner, „Juden in Hechingen“, 1985, S. 57-59, 76
  • Bumiller, Juden in Hechingen, S. 41f..