Sohn des Vorsängers Elias L, der 1835 wegen der staatlichen Reformmaßnahmen seine Stelle räumen mußte. 1826 zur Jeschiwa in Karlsruhe und zum dortigen Lyzeum, dann Studium in München und Tübingen, 1838 Forschungen über die Mss. der Münchner Hofbibliothek, 15.-20. April 1839 Erste Dienstprüfung in Tübingen mit Note IIb, lebt in Stuttgart und München, Aug. 1840 Rabbinatsverweser in Braunsbach, starb wenige Monate später.
Dokumente
HStA Stuttgart, Bestand E201c, Büschel 57, über Stipendiengesuche, 1831/32
StA Ludwigsburg, E 212/137, Prüfungsakten.
Publikationen
Jehovah und Elohim, oder die althebräische Glaubenslehre als Grundlage der Geschichte, der Symbolik und der Gesetzgebung der Bücher Mosis, Stuttgart und Augsburg 1836. Verteidigt die Einheit der Abfassung des Pentateuchs gegen die von Ilgen und de Wette anhand der Gottsnamen vorgenommene Quellenscheidung
Wesen und Form des Pentateuchs, Stuttgart und Tübingen 1838
Nachlaß im Orient, 1845-1846.
Literatur
WZJT 3 (1837), S. 403-413
„Schriften von M. H. Landauer“, LdO 1840, S. 449-453
Nachruf von Rabbiner M. Bloch in IA 1841, S. 69f
L. Zunz in Jahrbuch der Israeliten, hrsg. I. Busch, 6 (1848), S. 90
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1596
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 748
JE VII 610
JL III 966f
Wininger III 579
EJ dt. X 609f
EJ eng. X 1401f
Eveline Goodman-Thau, „Meyer Heinrich Hirsch Landauer, Bible Scholar and Kabbalist“, in Mystik, Magie und Kabbala im aschkenasischen Judentum, Berlin 1994; dies., „Meyer Heinrich Hirsch Landauer - Eine Brücke zwischen Kabbala und aufgeklärtem Judentum“, in Kabbala und Romantik, Tübingen 1994, S. 249-275