Geb. 1804 in Harburg im Fsm. Öttingen-Wallerstein,
Gest. 7. Juni 1853 in Fischach, Bayer.-Schwaben
Sohn des Samuel L., begann nach dem Tod des Vaters im Jahr 1809 das Studium beim Harburger Ortsrabbiner Elias Epstein, besucht auch die öffentliche Volksschule, sodann Schüler von Wolf Hamburger an der Fürther Jeschiwa. Rabbinische Ordination von Pinkas Katzenellenbogen in Öttingen und von Rb. Epstein in Harburg (7. Juli 1820). Sechs Monate Privatunterricht in der „Teutschen Sprach- und Redekunst“ bei Prof. Oertel in Augsburg. Bei der Staatsprüfung in Augsburg am 2. Nov. 1825 wurde seine wissenschaftliche Bildung als mangelhaft eingestuft
er nimmt weiteren Privatunterricht bei dem Augsburger Realschullehrer Josef Anwander. 26. Juni 1826 Vereidigung als Rb. in Fischach. Nach dem Tod seiner ersten Frau Bertha (1806-1834) heiratete er am 12. Nov. 1834 Mathilda Wassermann, die Tochter des Rb. Salomon W. in Laupheim in Württ. Orthodoxer Richtung, unterzeichnet gegen die Rb.- Versammlung
Korrespondent des Wundertäters Seckel Wormser in Michelstadt.
Dokumente
StA Augsburg, Reg. 11.871, mit Zeugnissen, Prüfungsakten von Kreisschulrat Joseph Müller und Schriftverkehr zur Anstellung in Fischach
StA Augsburg, Isr. Standesregister Schwaben, Nr. 10, enthält das 1825 beginnende „Trauungs-Buch der Gemeinde Fischach und des Rabbiner Landauer“ sowie das Sterberegister der Fischacher Juden mit Einträgen vom 26. Feb. 1834 „Rabbinerin Bertha Landauer, 27, an Lungenentzündung“ und 7. Juni 1853 „Rabbiner Joseph Landauer, 49 J., an Schleimfieber“.
Literatur
WZJT 3, 1837, S. 126, über seine Teilnahme an der Kreissynode von 1836