BHR Biographisches Portal der Rabbiner

LANDAUER, Gabriel Josua, Dr.

  • Geb. 1812 in Kassel,
  • Gest. nach 1890 vermutlich in Braunschweig
  • 2. Jan. 1832 imm. Marburg, August 1849 kurhessische Staatsprüfung an der Univ. Marburg
  • 6. Mai 1850 prom. Gießen
  • in Korbach, Waldeck, heiratet er am 23. Nov. 1852 Helene Katzenstein (1822-1889) aus Grebenstein
  • um 1858 Lehrer und Prediger in Brilon, Westfalen, 1860 wird er als Rb. in Korbach erwähnt (AZJ 1860, Nr. 28, Beilage), ist aber schon 1863 nicht mehr im Amt (AZJ 1863, Nr. 18, Beilage)
  • 1864 öffnet er ein Handelsgeschäft. Nach dem Tod seiner Frau verzieht er im Jan. 1890 nach Braunschweig.

Dissertation

  • Stellvertretend angenommen wurde die Druckschrift Geschichte der Israeliten von der Entstehung der Welt bis auf die Gegenwart. Für Lehrer und Schüler entworfen von Gabriel Josua Landauer, Rabbinats-Candidaten, Kassel 1849.

Dokumente

  • HStA Stuttgart, E 201c/40, 25. Jan. 1858 aus Brilon Bewerbung in Lehrensteinsfeld, Württ.; ebd. E 201c/4 von 1861 aus Korbach Bewerber in Oberdorf, Württ. Seinen rabb. Kentnissen gibt Kirchenrat Maier nur das Prädikat „zureichend“.

Publikationen

  • Die Eidesbelehrung. Aus der jüdischen Rechtslehre entnommen, Bad Kreuznach 1859.

Literatur

  • „Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 73: „Lehrer und Prediger“ für die Gem. Brilon (116 Juden)
  • Kössler, Doktorpromotionen an der Universität Gießen, S. 57
  • Volker Berbüsse, Geschichte der Juden in Waldeck: Emanzipation und Antisemitismus vor 1900, Wiesbaden 1990, S. 82, über den Widerstand der jüd. Vorstände gegen die Anstellung eines Landesrb. (dazu auch INJ 1846, S. 270), ohne Erwähnung L.s
  • Karl Wilke, Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Korbach, Korbach 1993, S. 34, 143.