Gest. 26. Jan. 1876 in Mikołów (Nikolai), Oberschlesien
Sohn des Salman L. gen. Posener und Enkel des Posener Dajans Joseph L., besuchte die Talmudschule des Rb. Noah in seiner Heimatgemeinde, lebt zeitweise in Ostrów Wielkopolski (Ostrowo) und Krotoszyn (Krotoschin), Rb. in RogoŸno (Rogasen), Prov. Posen, 1834 Rb. in Pniewy (Pinne), 1839 letzter Rb. in Biała (Zülz), Oberschlesien
predigt in deutscher Sprache (IA 1841, S. 119). Zwischen 1851 und 1858 wechselt er auf das Rt. in Mikołów.
Dokumente
CJA Berlin, 75 A Ma 1 Nr. 17, fol. 61, Bewerbung in Mirosławiec (Märkisch-Friedland) 1847
CAHJP Jerusalem, AHW 543b, Fasc. I, S. 206; II, S. 128f, 153, Bewerbung in Hamburg 1851 als „Oberrb. in Zülz“.
Publikationen
Rede bei der Geburts- und Huldigungs-Feier ... des Königs Friedrich Wilhelm IV., Neiße 1840
Ha-šir ’ašär hušar bemaqheloth beveth ha-kenäsäth lichevod ’Äli‘äzär ha-Lewi šä-nasa beh. ävrath ha-œar R. M. Mont. efyore leDamäœäq wIrušalayim, [Breslau 1841/42], 6 S.
Literatur
AZJ 1841, Nr. 24 Beil. nennt ihn unter den Spendern für die Montefiore-Ehrung
AZJ 1848, S. 413, über seinen Konflikt mit einer traditionalistischen Minderheit in der Gemeinde. „Der Rabbiner ist ein Mann aus der alten Schule mit aufgepfropften fremden, schönwissenschaftlichen Reisern, eine polnische Zunge mit deutscher Sprache, eine von jenen Zwittergestalten, mit welchen das benachbarte Herzogthum Posen unsre Provinz bevölkert hat, und von denen man eigentlich nicht weiß, ob sie mehr der deutschen oder polnischen Gattung angehören. In seinen rednerischen Funktionen macht dieser Mann nun freilich in probabili ignorantia manchen Schnitzer, und das mag ihm wol auch meistens hinderlich sein, dem festgedrehten Fortschritt, der ihm für’s Judenthum nothwendig scheint, Vorschub zu leisten“
AZJ 1849, S. 234, Rückständigkeit seiner Gemeinde
AZJ 1850, S. 165, 244, 245. Polemik über Ursache des Verfalls von Gemeinde- und Schulwesen. „Oberrabbi“ Landsberg (Zülz) beschuldigt die Gemeinden; eine Entgegnung beschuldigt die Rabbiner; S. 372 Polemik des Oberschlesiers „E-n“ (605 „I. E. E-n“) gegen Landsberg
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 37f, nennt „Landsberg“ als Rb. in Nikolai (518 Juden), während das Rt. Zülz (411 Juden) nicht mehr besetzt ist
AZJ 1858, S. 530f, Protest gegen Mortara-Fall
AZJ 1859, S. 281ff, als Gründungsmitglied des schles.-jüd. Lehrervereins
AZJ 1859, S. 376f, wirkt gegen judenfeindliche Schrift in polnischer Sprache
AZJ 1860, S. 228, Spende für Philippsons Bibelanstalt
Lewin, Pinne, S. 16
Wreschner, „Eger“, II, S. 20
Heppner und Herzberg, S. 686
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 89, Nr. 1651