Geb. 11. April 1810 in Miêdzyrzecz (Meseritz) in der späteren Provinz Posen,
Gest. 20. Mai 1870 in Hildesheim
Sohn des Pincus L. und der Rahel, lernt an der Jeschiwa in Wolsztyn (Wollstein) bei dem Ortsrabbiner Aron Wolffssohn, dem er 1826 nach Hildesheim folgte, 1830 nach Braunschweig zum Gymnasium und Studien bei Ortsrabbiner S. Eger, 1834 Abitur in Braunschweig, 16. April 1834 imm. Berlin, vierjähriges Studium, währenddessen seit 1835 Tätigkeit als Schullehrer, 1837 Oberlehrerexamen, wird Leiter der Nauenschen Erziehungsanstalt mit Tätigkeit an der Höheren Schule von Sigismund Stern, seit 1838 Predigten am Bet-Midrasch und in der Liebermann-Synagoge. 1840 Anstellung als Dozent am jüd. Lehrerseminar unter der Leitung von Leop. Zunz. Heirat mit Fanny Blumenreich. 1846 Rb. in Hildesheim
Anhänger der Reformpartei. Eingeschrieben für die liberale Kasseler Rb.-Versammlung von 1868 (AZJ 1868, S. 612).
Dokumente
LA Berlin, A Rep. 020-01 Nr. 2104, vom 26. Dez. 1838, Eingabe von Mayer Landsberg „Candidaten der Philologie und der rabbinischen Theologie“ zu unentgeltlichem Unterricht am Lehrerseminar; unter dem 21. Apr. 1840 Anstellung
Ebd., Nr. 2105, über seine Lehrveranstaltungen am Seminar und sein Ausscheiden zum 3. April 1846 (Bericht vom 1. Dez. 1846).
Publikationen
Zur Jubelfeier der Nauen’schen Erziehungs-Anstalt, Berlin 1839
Anweisung für die jüdischen Lehrer des Landrabbiner-Bezirks, Hannover 1855, 20 S
Anweisung zur Ausführung der durch allerhöchste königliche Verordnung vom 31. Dezember 1860 bestätigten allgemeinen Synagogen- Ordnung für sämmtliche Synagogengemeinden des Landrabbinats-Bezirks Hildesheim, 1861
Gott und Vaterland. Festrede, gehalten ... am Geburtstage Sr. Majestät Georg V., Königs von Hannover, Hildesheim 1861, 16 S
Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde Hildesheim und des darin annoch bestehenden wohlthätigen Vereins H. ävra’ Qaddiša’ šäl Gemiluth H. asadim, Hannover 1868, 22 S.
Bildmaterialien
JNUL Jerusalem, Schwadron Collection (Bildnis).
Literatur
IA 1841, S. 158
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1596
JE VII 615, Geburtsdatum 1. Mai 1810
Oscar Götz, Geschichte der Nauen’schen Erziehungsanstalt zu Berlin (von 1789 bis 1909), Berlin 1909, S. 14ff
Wininger VII 214
EJ dt. X 619
Jacobson (Hrsg.), Judenbürgerbücher, Nr. 2249
Fehrs, Heidereutergasse zum Roseneck, S. 143, 146, 201