Sohn des rb. Gelehrten Chajim b. Lipmann aus Leszno (Lissa), Schüler von Meyer Barby in Halberstadt, 22. Feb. 1778 Stiftsrabbiner in Berlin, seit 1806 auch Dajan. Er war verheiratet mit Resel Fränkel (st. 1792), Tochter des Moses Fränkel, und schloss nach deren Tod eine neue Ehe, aus der sein Sohn und Nachfolger Michael L. hervorging.
Dokumente
Akten des Berliner Bethamidrasch nach hschr. Aufzeichnungen von L. Landshuth im CAHJP Jerusalem K/Ge 2/116 (Mitteilung von Nathania Hüttenmeister).
Publikationen
Acht Approbationen, datiert Berlin 1778-1822 und gezeichnet „Šemaryah [!] b. Chajim Landsberg“; Löwenstein, Index, S. 118.
Epigraphik
Inschriften der zerstörten Berliner Grabstätten für ihn und seine Frau bei Landshuth, Nr. 115 und 277. Šema‘yah habe „etwa fünfzig Jahre lang“, bis zu seinem Tode, Jeschiwa gehalten und viele Schüler ausgebildet. Die Inschrift für Resel gibt ihm 1792 bereits den Titel ha-dayyan.
Literatur
Stern, „Meyer Simon Weyl“, S. 193f
Jacobson, Judenbürgerbücher, Nr. 1136, 1353, 1974, danach Geburtstag 21. Mai