LERNER, Josef, aus Hroznìtín (Lichtenstadt) b. Karlsbad, daher auch „Lasch“ genannt (d. i. L[icht. e‘n-]Š[t. at. ])
Gest. 30. Jan. 1836 in Pest
Sohn des Isaak aus Třeš (Triesch)
Schwiegersohn des Rb. Wolf Reichels in Šafov (Schaffa), Mähren
um 1791 Ortsrb. in Hroznìtín, mit Dekret vom 10. Mai 1802 Elbogen-Saazer Kreisrb. mit Sitz in Údlice (Eidlitz), um 1815 in Hroznìtín, dann um 1820 in Mìcholupy (Michelob) bei Žatec (Saaz).
Dokumente
ÖStA/AVAWien, Alter Kultus, Israelitischer Kultus, Karton 4, vom 28. Nov. 1838: „Uebersicht der [...] in Böhmen angestellten Kreis-Rabiner“. Das Gubernium lobt „Vorzügliche Eigenschaften und Gelehrsamkeit“.
Manuskripte
ŽM Prag, ms. 341, Bl. 93r, Mitschriften aus seinem Unterricht.
Publikationen
Marpe’ la-Näfäš zu Ascher b. Jechiels ethischem Traktat ’Orh. oth H. ayyim, Wien 1791
‘Oneg Näfäš, Auslegungen zu Genesis und Exodus, in Wolf Reichels, Divre Ta‘anugim, Prag 1794
Frage an El. Fleckeles in dessen Tešuvah me’Ahavah, Nr. 255.
Literatur
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1504
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 544
Samuel Krauß, „Die böhmische Familie Lichtenstadt-Lasch“, ZGJČ 2 (1931/32), S. 147
Liste bei F. Roubík, „Revision“, JGGJČSR 5 (1933), S. 417
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 378
Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 165, mit Reproduktion eines von ihm ausgestellten Chawer-Diploms.