Aus Swarzêdz (Schwersenz), 1797 Klausrb. am Bet-Midrasch („jüdischen Gymnasium“) in Dessau mit 50 Rtl. Gehalt
1798 Bewerber um eine Stelle als Dajan. Lehrer von Gotthold Salomon.
Dokumente
LA Oranienbaum, Abt. Dessau, C 15, Nr. 26, vom 7. Sept. 1798 Eingabe etlicher Gemeindemitglieder gegen seine Weiterbewilligung; Wahlakten für die Dajanstelle
Oberlehrer David Fränkel über ihn, fol. 29-35, vom 15. Jan. 1823: Er kam 1797 als „ein polnischer Rabbi, welcher durch die Flammen seiner Haare beraubt worden war“. Sein Talmudunterricht am „Gymnasium“ habe nicht viel Publikum gehabt, da „kein Knabe Lust und Willen zeigte den Talmud zu studiren, besonders da die deutschen Kinder den Polen und der Pole die deutschen Kinder nicht verstanden“. Nun sei er vor zwei Jahren gestorben.
Literatur
Phöbus Philippson, Gotthold Salomon, S. 21: „Rabbi Sabel aus Schwersenz“