Sohn des Rb. Meir Löb Levit und der Sara Blumenau, Schüler der Prager Jeschiwa des Ez. Landau, um 1781 Rb. in Spálené Poříčí (Brennporitschen) in Westböhmen
1784 Königgrätzer Kreisrb. in Náchod, Ostböhmen. Als Nachfolger seines Vaters 1792-1795 Bidschower Kreisrb. in Hořice, um 1807 Rb. in Velké Meziříčí (Groß-Meseritsch), Mähren. Durch den Großbrand vom 9. Mai 1823 um seine Habe gebracht, verläßt er die Stadt und stirbt in Polná, Ostböhmen.
Manuskripte
„Er schrieb auch über halachische und haggadische Dinge, hielt aber diese Produkte nicht der Veröffentlichung wert, da sie nach seiner Meinung keinen Nutzen brächten (ki ’en bo šum to‘äläth)“; Gold, S. 230.
Publikationen
Berure ha-Middoth über die Geometrie des ‘Eruv, Prag 1807, 56 Bl
Halachische Korrespondenz mit Ez. Landau in dessen Noda‘ bIhudah, II, YD 193 (aus „Poritschen“); EE 6 (von 1780), 7 (aus Náchod), 132 (aus „Baya“, wohl kaum Baja in Ungarn, eher Irrtum für Gaya in Mähren).
Literatur
Leopold Löw in BCh III, Sp. 74; danach habe der Rb. „sehr oft den Besuch hoher Offiziere der Genietruppen, die ihm mathematische Fragen vorlegten, empfangen“
Weiss, Zichronothai, S. 16, 75
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 230
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 60, 189
Jakobovits, „Nachod“, S. 290
Wlaschek, S. 133, s. v. „Löbl ha-Levi, Tobias“, sei in Hořice geboren und 1791 als Kreisrb. in Náchod gestorben.