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LEVIT, Tobias, hebr. Tuvja HORSCHITZ

  • Geb. in Hořice (Horitz), Ostböhmen,
  • Gest. nach 1823 in Polná
  • Sohn des Rb. Meir Löb Levit und der Sara Blumenau, Schüler der Prager Jeschiwa des Ez. Landau, um 1781 Rb. in Spálené Poříčí (Brennporitschen) in Westböhmen
  • 1784 Königgrätzer Kreisrb. in Náchod, Ostböhmen. Als Nachfolger seines Vaters 1792-1795 Bidschower Kreisrb. in Hořice, um 1807 Rb. in Velké Meziříčí (Groß-Meseritsch), Mähren. Durch den Großbrand vom 9. Mai 1823 um seine Habe gebracht, verläßt er die Stadt und stirbt in Polná, Ostböhmen.

Manuskripte

  • „Er schrieb auch über halachische und haggadische Dinge, hielt aber diese Produkte nicht der Veröffentlichung wert, da sie nach seiner Meinung keinen Nutzen brächten (ki ’en bo šum to‘äläth)“; Gold, S. 230.

Publikationen

  • Berure ha-Middoth über die Geometrie des ‘Eruv, Prag 1807, 56 Bl
  • Halachische Korrespondenz mit Ez. Landau in dessen Noda‘ bIhudah, II, YD 193 (aus „Poritschen“); EE 6 (von 1780), 7 (aus Náchod), 132 (aus „Baya“, wohl kaum Baja in Ungarn, eher Irrtum für Gaya in Mähren).

Literatur

  • Leopold Löw in BCh III, Sp. 74; danach habe der Rb. „sehr oft den Besuch hoher Offiziere der Genietruppen, die ihm mathematische Fragen vorlegten, empfangen“
  • Weiss, Zichronothai, S. 16, 75
  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 230
  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 60, 189
  • Jakobovits, „Nachod“, S. 290
  • Wlaschek, S. 133, s. v. „Löbl ha-Levi, Tobias“, sei in Hořice geboren und 1791 als Kreisrb. in Náchod gestorben.