Sohn des wied-neuwiedischen Landesrb. Sohn des Elieser b. Salman L. Lazarus L.
Talmudstudien in Altona und in Holland, verheiratet in Neuwied, 1763 Schulmeister das., 1765 vom Grafen zum Nachf. seines Vaters ernannt. Unter den drei Vorstehern herrscht Uneinigkeit über seine Anstellung
seine Gegner beschreiben ihn als „äußerst aufgeblasenen und zanksüchtigen Mann“, der soeben seiner Frau im Kindbett den Scheidebrief gereicht und sie vertrieben habe
man bezeichnet ihn auch als geheimen Sabbatianer und bringt von den Bonner und Trierer Rten. Gutachten bei, wonach er keine Befähigung zum Rb., sondern nur zum moreh-s. ädäq besitze. L. verläßt 1769 Neuwied und überläßt das Rt. seinem gleichnamigen Neffen. Gegen Ende seines Lebens war er Rb. in Lackenbach. Sein Sohn Israel L. (1782-1826) wurde Rb. im benachbarten Deutschkreuz.
Literatur
Deeters, Wied-Neuwiedische Landjuden, S. 16f, 49f, nach FWA Neuwied, Schrank 68, Gefach 1, Fasz. 2
Spitzer, Deutschkreuz, S. 89, führt ihn als Sohn des „R. Elieser Lifschitz, Rabb. von Neuawit“ [sic].