BHR Biographisches Portal der Rabbiner

LÖWY, David

  • Geb. 13. Okt. 1821 in Údlice (Eidlitz), Nordböhmen,
  • Gest. 21. April 1902 in Wien
  • Im Jahr 1847 Hörer freier Gegenstände (Erziehungskunde) an der Universität Prag sowie der Lehrveranstaltungen über rb. Literatur bei Wolfgang Wessely (lt. Zeugnis vom 5. Aug. 1847). 20. Sept. 1853 Privatprüfung an der Unterrealschule in Chomutov (Komotau), 6.-7. Aug. 1856 Lehrerprüfung der Normalschule in Brünn. Religionslehrer an der Schule in Dolní Kounice (Kanitz), Mähren
  • erhält am 26. Febr. 1857 eine Belobigung. Prediger in Břeclav (Lundenburg)
  • 1863 Rabbinatsfunktionär in Wien und Rb. am Mariahilfer Bethaus, WS 1866/67 Studium der prakt. Phil. an der Wiener Universität, tritt 1878 aus dem Amt und lebt als Buchhändler in Wien II, Praterstr. 11, wird aber zum 6. Sept. 1891 neuerlich ins Rabbinat bestellt. Seit 1893 Hrsg. der jüd. Zschr. Die Neuzeit und Generalsekretär der Österreichisch-Israelitischen Union.

Dokumente

  • ÖStA/AVA Wien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 3, Bd. II, vom 4. Dez. 1892 über die Durchführung der Studienverordnung vom 27. Dez. 1891.

Publikationen

  • „Die jüd. Gem. in Lundenburg. Eine historische Skizze“, BCh IV, S. 140ff
  • Rede bei der Gedächtnissfeier für den verstorbenen Prediger Herrn I. N. Mannheimer, Wien 1865
  • Dank und Gelübde, o. J
  • Der Winter ist vorüber, o. J
  • Zwei Gelegenheitsreden, 1868
  • Der Talmudjude von Rohling in der Schwurgerichtsverhandlung vom 28. Oktober 1882, 1882.

Epigraphik

  • Bestattet auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor 1, Grabstelle 20-19b-16; Steines, Hunderttausend Steine, S. 143; danach sei er Oberrb. in Vukovar, Kroatien, gewesen.

Literatur

  • Lippe 1879/81, S. 301
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 868.