BHR Biographisches Portal der Rabbiner

MAYER, Abraham

  • Geb. ca. 1767,
  • Gest. 1. März 1837 in [Illereichen-]Altenstadt, Bay.- Schwaben
  • Sohn des Rb. Joseph-Joas M., Besuch der Jeschiwot in Fürth und Prag, ordiniert in Prag von Ez. Landau sowie von den Landesrb. in Wallerstein und Pfersee b. Augsburg, 1787 Unterrb. („More-Zedek und Dajan“) in Altenstadt als Nachf. seines Vaters
  • Heirat mit einer Tochter des wallensteinischen, später kurkölnischen Landesrb. Simcha Bunem Rappaport. Auf seine Initiative wurde der Talmudverein, die Beerdigungsbruderschaft und 1802 die Gem. in Osterberg gegründet
  • er weihte die Synagoge am 29. April 1803 und eröffnete 1815 die Gemeindeschule. Am 28. Juli 1831 wurde er als Distriktsrb. von der Kreisreg. bestätigt
  • sein Gehalt betrug nur 300 fl.

Dokumente

  • StA Augsburg, Regierung 11860, vom 6. Okt. 1819, Bewerbung in Kriegshaber, beiliegend Empfehlungsschreiben und ein Vortragsmanuskript „Anrede zu freywilligen Beyträgen für Jäger und Landhusaren von Abraham Mayer, Rabiner zu Altenstadt u. Osterberg. Samstag den 5ten Febr. 1814“
  • Ebd. Regierung 11863, vom 2. März 1837 mit Todesmeldung
  • Die Bibliothek der Comunidad Askenazí de México besitzt ein Exemplar von Moses Alschechs Mar’oth S. ove’oth (Fürth 1765) mit Exlibris „Maier, Rabbiner Illereichen“ und einer hebr. Notiz über den Vorbesitzer R. Salomon Oppenheim, gez. Ha-q[at. an] ’Avraham, m[oreh]-s. [ädäq] wedayyan be’[Iler- ]’[Aychen] we’[Ost. er]-B[erg].

Publikationen

  • Predigt am Tage des feierlichen Einzugs in die neuerbaute Judenschule zu Illereichen, Kempten 1803. - „Bericht über das Verlassen der alten und Einweihung der neuen Synagoge“, in: Rose, Altenstadt, S. 34f, gezeichnet „Im Jahre 1803. Abraham bar Josef, More zedek und Dajon hier“- Bericht über den Zustand der Gemeindeschule, 2. März 1828, ebd. S. 52f, gez. „Abraham Meyer, Rabbiner“
  • Rede am Vorabend des Freudenfestes zur 25jährigen Regierung unsres Königs Maximilian, Kempten 1824 (von „Rabbiner A. Mayer“).

Epigraphik

  • Grabstein für seinen Sohn Hirsch auf dem jüd. Friedhof in Mainz, 1864.

Literatur

  • Kayserling, Jüdische Kanzelredner I 414
  • Rose, Altenstadt, S. 42f
  • PK Bavaria, S. 606, mit falschem Todesdatum 1835
  • Hildesheimer, „Mendelssohn“, S. 103, nennt ihn als Pränumerant der Mendelssohnbibel 1801
  • Hans K. Hirsch, „Der Rabbiner Aaron Guggenheimer“, in: Fassl (Hrsg.), Schwaben, Bd. II, S. 55.