Sohn des Moses M. in Krotoszyn (Krotoschin), Prov. Posen
lernt an den Jeschiwot in Posen, Glogau, Breslau und Berlin
auf Empfehlung von Akiba Eger ordiniert 1822 vom Berliner und Breslauer Rabbinat
Rb. in Dobrodzien (Guttentag) in Oberschlesien, unterzeichnet 1842 den Protest gegen Geigers Wahl in Breslau. Die Gemeinde muß ihn 1846 nach dem Brand von Synagoge und Rabbinerwohnung entlassen, hilft ihm aber, in Kargowa (Unruhstadt-Karge), in der Provinz Posen, eine neue Anstellung zu finden, die er bis 1870 ausfüllt. Lebte zuletzt in der Altersversorgungsanstalt in Berlin
„immerwährendes Mitglied“ im Berliner Talmud-Verein.
Dokumente
AP Poznañ, Ksiêgi metrykalne gmin ¿ydowskych, Krotoszyn Nr. 3, vom 28. Dez. 1830 Sterbeeintrag seines Vaters, Hinterbliebene sind „Sohn Chaim Mendelssohn Rabbiner in Guttentag, 38; Sohn Leiser Mendelssohn, 36; Tochter Lea verh. Wolf zu Kempen, 34; Tochter Rechel, verh. David zu Grabow, 30; Sohn Joseph Mendelssohn zu Oels, 28“
LHA Schwerin, Meckl
Schw. Landesrabbinat 57, Bewerbungsschreiben von 1852.
Epigraphik
Grabstätte abgeb. bei Brocke (Hrsg.), Schönhauser Allee, S. 46. Geburtsdatum hiernach Kislew 5550 (1789), Name des Vaters Meyer M. (mit Morenu-Titel).
Literatur
AZJ 1841, Nr. 24 Beil. nennt ihn unter den Spendern für die Montefiore-Ehrung
Orient 1842, S. 220
AZJ 1850, S. 252, 470: „Karge hat einen ganz modernen Tempel mit einem halbmodernen Prediger“
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 42, für 190 Seelen