BHR Biographisches Portal der Rabbiner

METZ, Eisik

  • Geb. 1772 vermutlich in Metz,
  • Gest. 31. Jan. 1852 in Hamburg
  • Sohn des Rb. Anschel M., in Frankreich geboren und ausgebildet, Rb. in Offenbach und Leiter des Lehrhauses, führt dort seit 1813 F. J. Molitor in die Kabbala ein, war zur selben Zeit Lehrer von Isaak Bernays, von diesem 1821 nach Hamburg an die Talmud-Tora-Schule berufen
  • leitet dort die fortgeschrittene Talmudklasse. Im Alter übte er das Amt eines Dajans aus. 1849-1851 Rabbinatsverweser in Hamburg.

Dokumente

  • HStA Wiesbaden, 365/727, isr. Familienbuch Offenbach (ca. 1822), Nr. 106, nennt einen Isak Metz, geb. 1745, nun „wohnhaft in Hamburg“, und seine schon verstorbene Frau Sara, geb. 1749, die er 1770 geheiratet habe; hier liegt offenbar eine Verwechslung mit seinem Vater vor.

Publikationen

  • Qohäläth Dawid, Katalog der Bibliothek David Oppenheims, aus dem Hebr. ins Lat. übs. von El. Emden, Hamburg 1826, 758 S
  • Hrsg. Kuzari des Juda Halevi, mit Textvarianten, Hamburg 1838.

Epigraphik

  • Grabstein auf dem Friedhof am Grindel, abgeb. bei Goldschmidt, 1912, Tafel VII.

Literatur

  • Zunz, Zur Geschichte, S. 237
  • AZJ 1852, S. 111f: ein „heller Kopf und in politischer Gesinnung bis an seinen Tod voller Enthusiasmus für die Revolution von 1789, die er in seiner Jugend und auf französischem Boden erlebt hatte“
  • Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, S. 1340, 1752
  • Prantl, „Molitor“, ADB XXII 109
  • Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 115, hebr. S. 119, dt. S. 41
  • Wolfsberg-Aviad, Drei-Gemeinde, S. 71
  • Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 34, Nr. 903
  • Schulte in Kabbala und Romantik, S. 147
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 115, 288, 306, 405.