Sohn des Rb. Anschel M., in Frankreich geboren und ausgebildet, Rb. in Offenbach und Leiter des Lehrhauses, führt dort seit 1813 F. J. Molitor in die Kabbala ein, war zur selben Zeit Lehrer von Isaak Bernays, von diesem 1821 nach Hamburg an die Talmud-Tora-Schule berufen
leitet dort die fortgeschrittene Talmudklasse. Im Alter übte er das Amt eines Dajans aus. 1849-1851 Rabbinatsverweser in Hamburg.
Dokumente
HStA Wiesbaden, 365/727, isr. Familienbuch Offenbach (ca. 1822), Nr. 106, nennt einen Isak Metz, geb. 1745, nun „wohnhaft in Hamburg“, und seine schon verstorbene Frau Sara, geb. 1749, die er 1770 geheiratet habe; hier liegt offenbar eine Verwechslung mit seinem Vater vor.
Publikationen
Qohäläth Dawid, Katalog der Bibliothek David Oppenheims, aus dem Hebr. ins Lat. übs. von El. Emden, Hamburg 1826, 758 S
Hrsg. Kuzari des Juda Halevi, mit Textvarianten, Hamburg 1838.
Epigraphik
Grabstein auf dem Friedhof am Grindel, abgeb. bei Goldschmidt, 1912, Tafel VII.
Literatur
Zunz, Zur Geschichte, S. 237
AZJ 1852, S. 111f: ein „heller Kopf und in politischer Gesinnung bis an seinen Tod voller Enthusiasmus für die Revolution von 1789, die er in seiner Jugend und auf französischem Boden erlebt hatte“
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, S. 1340, 1752
Prantl, „Molitor“, ADB XXII 109
Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 115, hebr. S. 119, dt. S. 41
Wolfsberg-Aviad, Drei-Gemeinde, S. 71
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 34, Nr. 903
Schulte in Kabbala und Romantik, S. 147
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 115, 288, 306, 405.