BHR Biographisches Portal der Rabbiner

NASCHER, Moses

  • Geb. 21. März 1811 in Holešov (Holleschau), Mähren,
  • Gest. 1885 in Baja, Ungarn
  • Sohn des Rb. Jonathan Nascher in Bielsko-Biala (Bielitz), Österr.-Schlesien, 11. März 1842 ordiniert von Landesrb. Neh. Trebitsch in Mikulov (Nikolsburg), Bezirks-Oberb. in Liptovský Mikuláš (Liptau-St.-Nikolaus), Slowakei, erwirbt dort Zeugnisse über die philos. Studien vom evangelischen Districtual-Collegium in Prešov (Eperies, 5. Jan. 1843) sowie über Pädagogik und Didaktik vom Schullehrer-Seminar des Komitats Szepes (Zips, 2. Nov. 1843). 6. Juni 1844 Wahl zum Rb. in Uherský Brod (Ungarisch-Brod), Mähren, wo er die deutsche Predigt einführt. Bewerber um das mährische Oberlandesrt. (Dez. 1846). 1854 Rb. in Baja. Verheiratet mit Eva Simandel-Nicolauer, Vater des Rb. Moses N. (1842-1901).

Dokumente

  • ZA Brünn, B14, M614, Z.54152, vom 11. Dez. 1846, Bewerbung um die Landesrabbinerstelle, mit Lebenslauf.

Literatur

  • Antrittsrede in Uherský Brod; Orient 1844, S. 276f
  • TZW 1845, S. 186; Ben-Chananja 1859, S. 291
  • Neuzeit 1864, S. 171, wirft ihm parteipolitisches Doppelspiel vor: Er selbst unterzeichne die Erklärung der Trennungsorthodoxen im Kompert-Prozeß, lasse aber seinen Sohn in Breslau studieren
  • Moses Naschér, Oberrabbiner in Baja. Eine exegetische Monographie, Berlin 1879, mit Bildnis
  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 554f. „Ihn zeichnete außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit in Theorie und Praxis, in der Forschung wie im Verkehr mit seinen Nebenmenschen aus“
  • Wininger IV 494.