Talmudstudien bei Neh. Trebitsch in Mikulov (Nikolsburg) sowie bei Sam. Landau und S. L. Kauder in Prag, ca. 1834 Gasthörer an der Universität Prag
um 1845 Rabbinatskandidat in Lipník. 1846 Rb. in Jemnice (Jamnitz), Mähren, 1857 Rb. in Zrenjanin (Nagybecskerek), Woiwodina. Konservativer Opponent von Leopold Löw in der ungarischen Reformkontroverse. Bewerber in Brünn (1860)
war als Dozent für die Pester Landesrabbinerschule vorgesehen, erkrankt jedoch schwer und stirbt bei Operation in Wien. Vater des Rb. Joachim O.
Manuskripte
Gutachten über die Einrichtung eines isr. Proseminars und von Talmudschulen in Mähren; ÖStA/AVAWien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 10. Mai 1867.
Publikationen
Mitarbeiter der Zschr. Der Orient (1845-50)
Zahlreiche Beiträge für die AZJ, darunter etwa: 1847, S. 709-711; 1854, S. 508-511 gegen S. R. Hirsch
„Die Erinnerungs- und Einsetzungsworte des sterbenden Patriarchen“, in: Pascheles 5618, Prag 1857, S. 11-15
AZJ 1858, S. 620ff. zur Mortara-Affäre
„Die Judenfrage in Oesterreich im Verhältnisse zur Gewissensfreiheit und deren Beziehung zum Protestantismus“, AZJ 1860, 352ff
„Zur Aufhebung der kreisämtlichen Ehebewilligung und die Legitimation unehelicher Kinder“, AZJ 1860, 547ff
„Die allgemeinen und die Schulverhältnisse in Ungarn“, AZJ 1861, S. 147ff
„Die Differenz der ungarischen Ordinariate mit dem Unterrichtsministerium wegen des Inspectorates der isr. Schulen von seiten des Klerus“, AZJ 1861, 365ff
1861, S. 658ff. zur neuen Talmudausgabe
„Das letzte Exil der Juden in Oesterreich unter der Regierung der großen Kaiserin“, Neuzeit 1862, S. 18-20, 32f, 45f, 57f, 68f
„Katholische und lutherische Juden im Mittelalter. Eine historische Studie“, Neuzeit 1862, S. 126f
„Zur Literatur der Gebetbücher“, AZJ 1862, 101ff
„Ueber den Versuch des Königs Ruprecht, den sämmtlichen deutschen Juden ein rabbinisches Oberhaupt zu geben. Eine historische Skizze über die Stellung der Rabbinen im Mittelalter“, AZJ 1862, S. 193ff
Aufruf zur Unterstützung der vertriebenen Belgrader Juden, AZJ 1862, Nr. 30 Beilage u. S. 422f., 584f, 649f
AZJ 1863, S. 224f. lit. Wochenbericht
„Maimuni’s Thora-Commentar. Ein Beitrag zur Biographie des größten jüdischen Denkers im Mittelalter“, AZJ 1863, S. 334ff
„Jüdisch-Kulturhistorisches“, AZJ 1863, S. 349ff
„Die Verhandlungen der ungarischen k. Statthalterei bezüglich der Organisation und Inspektion der israelitischen Schulen“, AZJ 1863, S. 385
„Mendelssohn in der Volksschule“, Neuzeit 1863, S. 420f
„Chronologische Zusammenstellung der Baudenkmäler Jerusalems“, Neuzeit 1863, S. 57f
„Die Nachgrabungen bei den Königsgräbern in Jerusalem“, ebd., S. 107
„Entdeckung von Kieselwerkzeugen im heiligen Lande“, ebd., S. 371
„Geschichte der Juden in Eger“, Abendland 1866, S. 73-75, 89-91, 106f, 170-172. Publikationen in MGWJ und Beth ha-Midraš.
Literatur
TZW 1846, S. 10, aus Lipník
AZJ 1857, S. 517f, Abschied aus Jemnice
„Zur Geschichte der Familie Oppenheim,“ Magazin für jüdische Geschichte und Literatur I, 1874
Grabrede auf Weil. Rabbiner D. O. s.A., gesprochen am 23. Oktober 1876 auf dem Wiener israel. Friedhofe von seinem Sohne Joachim Heinrich, Brünn 1876, 8p
Zeitlin, Bibliotheca, S. 256
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 867
JE IX 410
Schwartz, Šem ha-Gedolim me’Äräs. Hagar, Bd. I, S. 47
Marmorstein, S. 11
Wachstein, Hebräische Publizistik, Bd. I, S. 159; Bd. II, S. 24
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 187, 258, 265
Wininger IV 566
EJ eng. XII 1419
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 72, Nr. 1424, hat irrtümlich 1867 als Todesjahr
DBE VII 498
Brämer, Rabbiner und Vorstand, S. 138
Henry Frænkel, „The Oppenheimer Family“, in: Frænkel, Genealogical Tables, Bd. II, Blatt A