Sohn des Oberlehrers Moses P. und der Marianne-Mehrle Wust, väterlicherseits Urenkel des Frankfurter Oberrb. Jakob-Josua Falk gen. Pene Yehošua‘
zweijährig vom Vater verwaist, als 4- 13jähriger an der Franzschule in Dessau Schüler u. a. von G. Salomon, 1825 Studien am Dessauer Bet-Midrasch bei Talmudlehrer H. Cohn, Frühjahr 1826 Eintritt in die Quarta der Lateinschule in Halle
17. Okt. 1829 imm. Berlin, vierjähriges Studium der Philos. bei Hegel und Steffens, aber besonders der klass. Philologie bei Boeckh, strebt nach der Promotion zunächst eine Philologenkarriere in Frankreich an, wird dann Dez. 1833 Prediger in Magdeburg
10. März 1834 preußische Dienstprüfung als „geistlicher Lehrer“ mit dem Prädikat „vorzüglich“. 1835 Heirat mit Julie Wolffstein (gest. 1843) aus Osterburg in der Altmark. Seit 1. Mai 1837 gibt er die Allgemeine Zeitung des Judenthums heraus. 24. Okt. 1837 Aufruf zur Sammlung für eine Jüdischtheologische Fakultät
was trotz großen Aufsehens erfolglos bleibt. Mit einer rabb. Lehrbefugnis des reformgesinnten westfälischen Landesrb. Joseph Friedländer (Brilon) tritt er 1839 in Rabbinerfunktionen. Wirkt im Sinne der Reform, verteidigt das Hamburger Tempelgebetbuch von 1841, nimmt an der 1.-3. Rb.-Versammlung teil. Nach seiner frühen Verwitwung ehelicht er im Herbst 1844 Mathilde Hirsch (1822-1891) aus Halberstadt. 1848 Wahl zum stellv. Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung auf gemäßigt liberaler Seite, 1849 Mitglied des Gewerberates, Präsident des Allgemeinen Lehrervereins der Provinz Sachsen, 1851 Synagogenbau und Orgel. 1. Mai 1854 Ausbildungsinitiative zugunsten der Juden des Orients, die er in Verhandlungen in Paris und Hamburg vergeblich zu verwirklichen sucht
Beitritt zur Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1855, S. 638, Nr. 408). Gemeinsam mit I. S. Jost 1855 Begründung des „Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur“, das in achtzehn Jahren seines Bestehens etwa 80 Werke herausgab. Wegen fast vollständiger Erblindung tritt er zum 1. Mai 1862 in den Ruhestand, lebt fortan in Bonn als „Ehrenrb.“ durch Vermittlung von Moses Hess, mit dem er sich aber schon Ende 1862 überwirft
Initiator der Kasseler Rb.-Versammlung von 1868. Mitbegründer des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes und der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, zu deren Kuratorium er seit 1870 gehörte. Zwei Töchter aus erster Ehe heirateten die Rb. Mayer Kayserling und Tobias Cohn
sein Sohn aus zweiter Ehe, der Historiker Prof. Martin Ph. (1846-1916) wurde 1896 Vorsitzender des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes
jüngstes Kind war der Geograph Prof. Alfred Ph. (1864-1953).
Dissertation
De internarum humani corporis partium cognitione Aristotelis cum Platonis sententia comparata. Pars I, Diss. Berlin 1830; Druckausg. ebd. (lt. ADB).
Dokumente
SÚA Prag, ČG Vš., oddìlení 1836-1841, svazek 62/10, vom 7. Nov. 1837, Brief an den Prager Gemeindeältesten M. I. Landau mit Werbung für sein Projekt einer jüd.-theol. Fakultät, „diese wichtige, europäisches Interesse erregende Angelegenheit“
StA Würzburg, RA 7102, vom 8. Feb. 1838 (fol. 148), Edikt über Verbot seiner Sammlung in Bayern
CAHJP Jerusalem, D/Er1, Nr. 15 (olim S 141/1) Korrespondenz über Militärdienst, 1842
Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, Bestand Ev. Kirche Magdeburg 1462b, Teilnahme chr. Geistlicher an jüd.-rel. Festen, u. a. Schriftverkehr wg. Anwesenheit von Bischof J. H. B. Dräseke, Generalsuperintendent der Prov. Sachsen, bei Ph.s erstem Gottesdienst 31. Jan. 1834, entgegen der Immediat-Verfügung Friedrich-Wilhelms III. von 1821; siehe dazu Paul Gerhard Aring, „Christen und Juden in der Geschichte der Kirchenprovinz Sachsen: der Fall Dräseke“, in Fschr. Christoph Hinz, Berlin 1988; Fam. Philippson, S. 12
CAHJP Jerusalem, P 46, Briefe an Sal. Herxheimer in Bernburg/Saale, u. a. am 6. Okt. 1858 über Proselyten aus dem Christentum: „Übrigens melden sich bei mir so viele, daß, um den Schein der Proselytenmacherei zu vermeiden, der Gemeindevorstand mit mir den Entschluß gefaßt, nur solche aus meinem Sprengel anzunehmen.“
Publikationen
Die Propheten Hosea, Joel, Jona, Obadja und Nahum in metrisch-deutscher Übersetzung, 1827
Ezekielos des jüdischen Trauerspieldichters „Auszug aus Egypten“ und Philo des Aeltern „Jerusalem“ nach ihren Fragmenten herausgegeben, übersetzt und commentirt, Berlin 1830.Philosophorum veterum usque ad Theophrastum doctrina de sensu. Pars II, Berlin 1830
‘Õëç ’áíèñùðßíç, lat., 1831
Bened. Spinoza’s Leben und Charakter, 1832
Podalirius, oder über Aristoteles als Naturforscher und Arzt, 1832
Wie verloren die Juden das Bürgerrecht im west- und oströmischen Reiche? 1832
Rede, gehalten am 14. August 1833 in Osterburg, zur Trauung, 1833
(Hrsg.) Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin, 1834-36, Nachdruck in einem Band Leipzig 1854, darin u. a. „Einiges über die Bestimmung des jüdischen Predigers“, Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin (1835, S. 364-370 des Nachdrucks)
Hrsg. der Wochenschrift Allgemeine Zeitung des Judenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse, Leipzig 1837ff., „wurde von ihrem Begründer bis zu seinem Tode im Jahr 1889, also insgesamt 52 Jahre lang, herausgegeben und trotz eines größeren Stabes von Mitarbeitern zum weitaus größten Teile von ihm selbst geschrieben und redigiert“ (EJ dt. II 354). „Der Mangel an wissenschaftlicher Gründlichkeit und an bestimmt begrenzter Parteifärbung, den man dem Blatte vorgeworfen hat, war, für jene Zeit wenigstens, eher ein Vorzug desselben, da es nur dadurch zu einer so allgemeinen Verbreitung und Wirkung gelangen konnnte“ (Stern, Gesch. der Juden, S. 258)
„Aufforderung an alle Israeliten Deutschlands zu Subscriptionen, um eine jüdische Fakultät und ein jüdisches Seminar für Deutschland zu begründen“, AZJ 1 (1837), S. 349-351
Die Juden, ihre Bestrebungen und ihre Denuncianten, Magdeburg 1838
Miqra’ Torah Nevi’im Kethuvim. Die israelitische Bibel. Enthaltend: den hebr. Urtext, die deutsche Uebertragung, die allgemeine ausführliche Erläuterung mit mehr als 500 engl. Holzschnitten und Einleitungen in alle Bücher, 3 Bde. 1839-1854; 2. Aufl. 1858-60, zugleich Separatausgaben des Pentateuch, der Psalmen und der Haphthoroth; Prachtausgabe mit Holzschnitten von Gustave Doré 1874-76
Der vier und zwanzigste Mai 1839. Rede zur fünf und zwanzigjährigen Feier des Einzugs der Preußen in Magdeburg, 1839
Predigt zur Einweihung der neuen Synagoge in Erfurt, 1840
Der Bund Gottes, Predigt, 1842
Wie sich der Statistiker, Staatsrath etc. Dr. J. G. Hoffmann verrechnet!, Leipzig 1842
Worte der Liebe, gesprochen zur Trauung seines Bruders, Halberstadt 1842
Kleiner Katechismus der isr. Religion, 1843; 21858
Predigt, gehalten am Tage der Zerstörung Jerusalems und der Jubelfeier des tausendjährigen Bestehens Deutschlands, 1843
Kleiner Katechismus der Geschichte Israel’s (bis auf unsere Zeit), der Bibelkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgik, 1844
Die wahrhaftigen Forderungen der Religion, Predigt in Quedlinburg, 1844
Kosmos. Eine religiöse Unterhaltungsschrift für gottgläubige Gemüther aller Confessionen, erschienen nur Jahrg. 1844, Nr. 1-39
Die fünf Bücher Mose für Schule und Haus, 1845
Kleiner Katechismus der israel. Religion, 1845, 2. Aufl. 1858
Predigten, gehalten bei dem ersten Gottesdienste der Gesellschaft für Reform im Judenthum zu Berlin, 1845
Ansprache an die isr. Gemeinden Preußens, insbes. der Provinz Sachsen, 1847
Die Entwicklung der relig. Idee im Judenthume, Christenthume und Islam. In 12 Vorlesungen, 1847; 2. Aufl. 1874; engl. Übs. 1855; franz. Übs. 1856
Die Religion der Gesellschaft und die Entwickelung der Menschheit zu ihr, dargestellt in 10 Vorlesungen, Leipzig 1848
Stimmen und Stimmungen aus der Zeit. Eine erste Gabe, Gedichte, 1849
Hrsg. Handwerksblatt 1849-51, dann Gewerberathszeitung, 1851
Hrsg. Monatsschrift für Politik und Societät, 1849
Predigt zur Einweihung der neuen Synagoge zu Eisleben, 1850
Hrsg. Jüdisches Volksblatt, 1854ff
Reden wider den Unglauben, gerichtet an alle denkenden Israeliten, 1855; 21861
Israelisches Gesangbuch, enthaltend deutsche Lieder und Melodien, Leipzig 1855
Der Kampf der Preußischen Juden für die Sache der Gewissensfreiheit, 1856
Der dreimalige Ruf der Religion, Predigt, 1857
Das Ich. Ein Lehrgedicht, Leipzig 1859
Über die Resultate in der Weltgeschichte. Sechs Vorlesungen, Leipzig 1860
Die israelitische Religionslehre. Ausführlich dargestellt, Bd. I: Die Einleitung, Leipzig 1861; Bd. II: Die Lehre von Gott. Die Gottesverehrung, Leipzig 1862; Bd. III: Der Lebenswandel, Leipzig 1865
Zur Einweihung der neuen Synagoge in Aachen. Zwei Reden, 1862 (siehe auch AZJ 1862, S. 571f)
Der Friedensbund. Predigt zur Einweihung der Bochumer Synagoge, 1863
Neues isr. Gebetbuch für die Wochentage, Sabbathe und alle Feste zum Gebrauche während des Gottesdienstes und bei der häuslichen Andacht, 2. Aufl. 1864
Haben wirklich die Juden Jesum gekreuzigt?, Berlin 1866; Leipzig 21901; Übersetzungen ins Niederländische, Dänische, Englische (1866), Rumänische (1868), Ungarische (1870), Italienische (1881); mehrere Gegenschriften christlicher Polemiker
Sepphoris und Rom. Ein historischer Roman aus dem 4. Jahrhunderts, Berlin 1866
Freiheit und Gesetz, Predigt, 1867
Jacob Tirado. Geschichtlicher Roman aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, Leipzig 1867; hebr. Übs. Ya‘aqov T. irado von Samuel Josef Fuenn, Wilna 1875, 154 S
Der Rath des Heils. Azath schalom. Eine Mitgabe für das ganze Leben an den isr. Confirmanden (Bar Mizwah) und die isr. Confirmandin, 1867
Zur Charakteristik der ersten jüd. Synode, Berlin 1869; 21882
Die Entthronten. Trauerspiel, 1869; hebr. Übs. von Hirsch L. Teller u. d. T. Qäšär bän Nathanyah, Krakau 1888, 205 S
„Das mosaischtalmudische Kriegsrecht“, AZJ 1870, S. 612ff
Gutachten ausländischer Rabbinen, S. 15-17, gegen die ungarische Trennungsorthodoxie
Gedenkbuch an den deutsch-französischen Krieg 1870-71 für die deutschen Israeliten, Bonn 1871
An den Strömen von Jahrtausenden. Erzählungen, 2 Bändchen Leipzig 1872-73
Die Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums, Festrede, Berlin 1872
Gegen David Friedrich Strauß, Artikelserie in der AZJ, 1873
Die israelitische Religionslehre. Lehrbuch für die oberen Klassen der Mittelschulen und Gymnasien, so wie für den Confirmanden-Unterricht, Wien 1878. Hebr. Übersetzungen von Novellen und Dramen aus der AZJ und dem Saron: Yehoyachin, Nov. über die Zerstörung des ersten Tempels, übs. Simon Bachrach, Wien 1860, 167 S; Galuth Sefarad, Nov. über die Marranen, übs. Moses Elieser Belinson, Wilna 1860, 128 S. (die Nov. „Die Marranen“ in AZJ 1838 ist dort L. Ph.s Bruder Phöbus zugeschrieben); Miryam ha-H. ašmona’ith, Nov. über die Königin Mariamne, übs. Josef Elieser Epstein, Wilna 1863, 63 S.; ‘Äzra’ ha-Sofer, Novelle, übs. Sal. Mandelkern, Wilna 1866, 80 S.; Leipzig 1901; Qeduššath Ha-Šem, Nov. über die Marranen, adaptiert von Aron Zwi Zufnik, Brody 1868, 34 S.; Nidh. e Yiœra’el, Nov. über die Marranen, übs. Abraham Abba Rakowski, Warschau 1875, 152 S.; Milh. ämäth Yiœra’el, dramatisches Gedicht, übs. Jakob Fischer, Preßburg 1876, 12 S
S. addiq weNiœgav, Nov. über R. Yomtov Lippmann Heller, übs. Nachum Sokolov, Warschau 1883, 70 S.; übs. ins Arabische von S. Tawina, Kalkutta 1892, 107 S.; Sippur Sefarad wIrušalayyim, Nov. über Abraham Ibn Esra und die Tochter des Juda Halevi, übs. S. Dicker, Warschau 1887, 84 S.; Ha-Palit. mIrušalayyim, Nov. über die Zerstörung des Tempels, übs. Arje-Löb Pohorellis, Przemyœl 1888, 11 Bl.; R[abbi] Šemu’el ha-Lewi, Nov. über den Ritualmordprozeß in Damaskus, Warschau 1894, 36 S.; Lev ’Ävän, Kindergeschichte, übs. Pessach Kaplan, Piotrków 1899; ’Avraham ’Ibn ‘Äzra’, Nov., Warschau o. J., 96 S.; Ha-Märäd ha-’Ah. aron, Nov. über den Aufstand der Juden gegen die Römer, Tel Aviv 1937, 140 S. Werkausgaben. Siloah. Eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung, so wie insonders zum Vorlesen in Synagogen, die des Redners ermangeln, Bd. I mit 34 Predigten 1843, 21859; Bd. II mit 33 Predigten 1845; Bd. III mit 40 Predigten 1858; Bd. IVaus dem Nachlaß hrsg. von M. Kayserling, Leipzig 1904
Saron. Gesammelte Dichtungen in metrischer und prosaischer Form, Teile III Magdeburg 1844; 3. Aufl. mit einem 3. Teil „Novellenbuch“ u. d. T. Saron. Novellen, Dramen und Gedichte, 5 Bde. Leipzig 1863
Weltbewegende Fragen in Politik und Religion. Aus den letzten 30 Jahren, 2 Bde. 1868-69
Die Rhetorik und die jüdische Homiletik. In Briefen und Abhandlungen, hrsg. M. Kayserling, Leipzig 1890
Gesammelte Schriften, Romane und Novellen, hrsg. Martin Philippson, 4 Bde. Breslau 1891-92
Gesammelte Abhandlungen, Aufsätze aus den Weltbewegenden Fragen und der AZJ, hrsg. Martin Philippson, 2 Bde. Leipzig 1911
The Rabbi as Journalist. An Anthology of his Writings with an Introductory Essay, hrsg. Norton David Shragel, New York 1990, 692 S.
Epigraphik
Seine und seiner Frau Grabstätten auf dem Friedhof in Bonn, Römerstr., Gräber A 01,05 und 06; Brocke/Bondy, Bonn-Schwarzrheindorf, S. 577.
Bildmaterialien
Bildnis im Stahlstich 1854, Büste von Charles van der Stoppen; „die früher in Magdeburg und Brieg erschienenen Lithographieen entbehren aller Ähnlichkeit“ (Kayserling, S. 334); siehe Bildnisse JNUL Jerusalem, Schwadron Collection.
Literatur
Neben H. Arnheim, H. Jolowicz und S. Schlenker war Ph. einer der wenigen Schullehrer, denen ohne die Ausbildung an einer Talmudhochschule der Aufstieg in den Rabbinerberuf gelang. Seine orthodoxen Gegner in der Reformpolemik haben „die Briloner Morenu in Magdeburg“ nie als Rb. anerkennen wollen (TZW 1846, S. 158); aber auch für Abr. Geiger war er bloß „einer von den belletristischen Allerweltswissern“ (zit. MGWJ 1911, S. 19). Julius Fürst, Ph.s Rivale in der jüdischen Publizistik, verhöhnt die Parvenü-Karriere „des ehrenwerthen Hrn. Dr. Philippson, Religionslehrers, Predigers, Geistlichen und nach regelmäßiger Ordination im ganzen Umfange fungirenden Rabbiners“ (LdO 1842, S. 595). Fürst rügt den Stil der AZJ: „Sie können schimpfen wie ein Eckensteher, und doch dabei stolz sein wie ein Geistlicher“, hebt an der AZJ „das Gemeine“ hervor, „die Arroganz, die Aufgeblasenheit, die Wichtigthuerei, die Miene, als hätten Sie ganz Israel in der Tasche, als wären Sie Protektor aller Gemeinden, als wären Sie berufen, sie dem Staate zu vertreten, - zu geißeln und zu züchtigen“ (Orient 1842, S. 364-366)
Zu seinem 25jähr. Jubiläum AZJ 1858, S. 536f., Abdruck der Festrede S. 543ff
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 61: „Rabb., Prediger u. Religionslehrer“ für ca. 1000 Seelen
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 2099
Isaac Marcus Jost, Geschichte des Judenthums und seiner Sekten, Bd. III, Leipzig 1859, S. 355-358
Ders., L. Ph. Eine Biographie, Leipzig 1898, 344 S
Martin Philippson, „L. Ph., son œuvre et son action dans le judaïsme moderne“, REJ 42 (1901), S. 42
JE IX 684
ADB LIII 56f
Mehrere Veröffentlichungen zur Hundertjahrfeier seines Geburtstags, darunter Martin Philippson, „L. Ph.“, JJGL 14 (1911), S. 84- 108; Josef Bass, „L. Ph. Eine literar-historische Würdigung zur Hundertjahrfeier seines Geburtstages (28. Dez. 1811)“, MGWJ 56 (1912), S. 1-32, 218-249; Reden von Elias Kalischer und Ismar Elbogen, L. Ph., Leipzig 1912; sowie Josef Feiner, L. Ph. Sein Leben und Werk, Berlin 1912
Spanier, Magdeburg, S. 30-32
JL IV1 901f, mit Bildnis
Wininger V 18-24
Elbogen, Juden in Deutschland, S. 214, 246
Eliav, Jüdische Erziehung, S. 317, 321, 325, 390, 407f
Johanna Philippson, „The Philippsons, a German-Jewish Family, 1775-1933“, LBIYB 7 (1962), S. 95-118
EJ eng. XIII 396f, mit Bildnis
Willehad Paul Eckert, „L. Ph. und seine Allgemeine Zeitung des Judentums in den Jahren 1848/49: die Revolution im Spiegel der Zeitung“, Studia Judaica Austriaca 1 (1974)
Salo Baron, „Jewish Studies at Universities: An Early Project“, HUCA 46 (1975), S. 357-376
Johanna Philippson, „L. Ph. und die Allgemeine Zeitung des Judentums“, in: Hans Liebeschütz, Arnold Paucker (Hrsg.), Das Judentum in der deutschen Umwelt 1800-1850, Tübingen 1977, S. 242-291
Schorsch, „Rabbinate“, S. 247
Hans Otto Horch, Auf der Suche nach der jüdischen Erzählliteratur: Die Literaturkritik der „Allgemeinen Zeitung des Judentums“, Fft. 1985
Meyer, Response to Modernity, S. 108f, 129, 132-135, 137f, 161f, 188, 190, 199, 209, 244: „He was a moderate Reformer who hoped for a religious regeneration that would eventually spread to all Jewry. While other Reformers envisaged a wholly transformed Judaism of the future, Philippson focused his attention on the possibilities of the present. Pragmatic considerations weighed as heavily with him as matters of principle; he was not a lover of conflict“ (S. 108)
Fremerey-Dohna und Schoene, Bonn, S. 196-199
Battenberg, Bd. II, S. 134, 141, 145, 147, 159
Hans Otto Horch, „Auf der Zinne der Zeit: L. Ph. (1811-1889), der ’Journalist’ des Reformjudentums“, LBIB 86 (1990), S. 5-21
Karl Gutzmer, Die Philippsons in Bonn. Deutsch-jüdische Schicksalslinien 1862-1980, Bonn 1991: Moses Heß nannte ihn einen „edlen Preußen israelitischer Konfession“ (S. 19)
Zeugnisse jüdischer Kultur, S. 171f
DBE VII 659
Daniel Mourkojannis, „Ludwig Philippson: Prediger, Publizist und Politiker. Die Reformarbeit in seiner Magdeburger Gemeinde“, in: Dick und Sassenberg (Hrsg.), Sachsen-Anhalt, S. 254-261
Alfred Philippson, Wie ich zum Geographen wurde. Aufgezeichnet im Konzentrationslager Theresienstadt zwischen 1942 und 1945, hg. von Hans Böhm und Astrid Mehmel, Bonn 1996, S. 10-21, mit Bildnissen von L. Ph. S. 15, Mathilde Ph. S. 17
Brämer, Rabbiner und Vorstand, Reg
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 38, 96, 129, 283, 288, 402, 434, 523, 536, 550-553, 561, 565, 567, 579, 635, 638-647, 649, 651-653, 661, 670, 672, 684.